16. Jahrgang Nr. 1 / 29. Januar 2016 | 19. Schwat 5776

Vertrauen

Am 25. Januar hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die Ausstellung „Kunst aus dem Holocaust“ in Berlin eröffnet. Die Ausstellung stellt 100 von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bereitgestellte, während der Schoa entstandene Werke vor. Im Vorfeld der Eröffnung erklärte die Bundeskanzlerin unter anderem: „Ich glaube, dass diese Ausstellung etwas sehr Besonderes ist. Sie zeigt dadurch, dass Yad Vashem uns die Exponate zur Verfügung gestellt hat, dass es hier doch eine sehr enge Zusammenarbeit gibt – und auch ein gewisses Vertrauen.“
Zugleich erklärte Dr. Merkel, der Antisemitismus in Deutschland sei weiter verbreitet, als man es sich allgemein vorstelle. Es gelte, dagegen intensiv anzugehen, gerade auch bei Jugendlichen, die einen familiären Hintergrund in Ländern hätten, in denen der Hass auf Israel und der Hass auf Juden insgesamt verbreitet sei.
Die Bundeskanzlerin betonte ihre Auffassung, jungen Menschen müsse gezeigt werden, welchen Beitrag Juden in Deutschland zur Wissenschaft, zur Kultur und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes geleistet hatten. Sie begrüßte die Tatsache, dass heute wieder jüdisches Leben in Deutschland gibt.

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