Information Paul-Spiegel-Preis

Paul Spiegel sel. A.

Dr. h.c. Paul Spiegel sel. A. war von 2000 bis 2006 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.


Er wurde am 31. Dezember 1937 in Warendorf in Westfalen geboren. Den Naziterror überlebte er versteckt in Belgien. Nach Kriegsende kehrte Paul Spiegel sel. A. nach Warendorf zurück. Er volontierte bei der Allgemeinen Jüdischen Wochenzeitung, heute Jüdische Allgemeine, deren Geschäftsführer er später in seiner Eigenschaft als Vizepräsident des Zentralrats wurde. Der Inhaber einer Künstleragentur in Düsseldorf wurde am 9. Januar 2000 zum Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt. Paul Spiegel sel. A. starb am 30. April 2006 in Düsseldorf.

Seit 2009 verleiht der Zentralrat der Juden in Deutschland den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage. Mit diesem Preis soll an das unermüdliche Engagement Paul Spiegels sel. A. gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus erinnert werden.

Gleichzeitig wird mit diesem Preis an eine starke Bürgergesellschaft, ohne die eine stabile und lebendige Demokratie nicht denkbar wäre, appelliert. Der Zentralrat der Juden in Deutschland will mit diesem Preis Menschen ehren, die sich im Sinne einer Bürgergesellschaft engagieren und Zivilcourage zeigen.

Bisherige Preisträger:

2009: Bernd Merbitz, damaliger Landespolizeipräsident des Freistaates Sachsen

2011: Künstler-Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer aus Jamel, Mecklenburg-Vorpommern

2012: Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus

2013: Bürgerinitiative „Wir für Lübtheen“

Weitere Informationen unter: http://www.zentralratderjuden.de/paul-spiegel-preis