13.05.2015

Neuer Deutsch-Israelischer Freiwilligendienst (DIFD) ins Leben gerufen

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland übernimmt Koordination

Bundespräsident Joachim Gauck, Jugendministerin Manuela Schwesig und Israels Präsident Reuven Rivlin (v. l.) mit den ersten Teilnehmerinnen des neuen Freiwilligendienstes.

Anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel hat die Bundesregierung den Auftakt des Deutsch-Israelischen Freiwilligendienstes bekannt gegeben.

Zum Abschluss des Deutsch-Israelischen Jugendkongresses des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) am 11. Mai 2015 in Berlin hat Bundesjugendministerin Manuela Schwesig zusammen mit Bundespräsident Joachim Gauck und dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin die ersten drei Teilnehmerinnen des neuen Deutsch-Israelischen Freiwilligendienstes begrüßt und die Kooperation mit der ZWST als Koordinierungsstelle bekanntgegeben. "Die jungen Menschen entscheiden heute, welchen Weg die deutsch-israelischen Beziehungen in Zukunft nehmen werden. Der Austausch zwischen deutschen und israelischen Jugendlichen ist deshalb so wertvoll, weil hier aus persönlichen Begegnungen Freundschaften wachsen und Vertrauen entstehen kann", sagte Bundesjugendministerin Manuela Schwesig.

Ziel des neuen DIFD ist die Fortentwicklung und Vertiefung der Partnerschaft zwischen Deutschland und Israel auf zivilgesellschaftlicher Ebene. Die Verbesserung der Kenntnisse über das Leben in den Partnerländern, die Erfahrung und der Austausch sollen Verständnis und Toleranz fördern und ein klares Bekenntnis gegen Rassismus und Antisemitismus setzen.

Der Fokus der Tätigkeit liegt insbesondere auf der verstärkten Gewinnung von israelischen Freiwilligen sowie deren Betreuung vor Ort. Die ZWST wird als Regiestelle Vereinbarungen mit den Einsatzstellen treffen und potentielle Freiwillige informieren und anwerben. Zum Freiwilligenjahrgang 2015/2016 ist geplant, bis zu 50 Freiwillige im Alter von 18 bis 27 aus Israel in Deutschland zu begrüßen. Die israelischen Freiwilligen können in sozialen, pflegerischen, ökologischen, kulturellen und sportlichen Institutionen tätig sein. Der Freiwilligeneinsatz wird ganztägig (38-40 Wochenstunden) als sozialpraktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientieren Einrichtungen geleistet.

Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen als Zentralstelle für den Bundesfreiwilligendienst, ihres Engagements im Bereich der Jugendarbeit und ihrer guten Kontakte zu Israel freut sich die ZWST auf ihre neue Aufgabe als Koordinatorin des DIFD. Junge Israelis, die sich in Deutschland engagieren wollen, sind eine Bereicherung und herzlich willkommen!

Projektkoordinatorin bei der ZWST ist Laura Cazés, Tel.: 069 / 944 371-24, cazes@zwst.org