23.04.2015

Jom Haazmaut: Israel braucht unsere Solidarität

Sonnaufgang am Toten Meer.

In diesem Jahr blicken wir an Jom Haazmaut vor allem auf 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. „Israel braucht unsere Unterstützung und Solidarität, im 50. Jahr der diplomatischen Beziehungen mehr denn je“, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, am 23. April 2015/4. Ijar 5775.

Dr. Schuster ergänzte: „In Deutschland schwindet leider bei vielen Bürgern die Empathie für den jüdischen Staat. Sehr häufig werden die Palästinenser allein als Opfer, Israel ausschließlich als Aggressor wahrgenommen. Auch die Berichterstattung in den Medien ist oft sehr einseitig und zuungunsten von Israel. Boykott-Aufrufe für israelische Waren rufen ungute Erinnerungen wach und lassen unsere Alarmglocken schrillen.

Gerade uns, die jüdische Gemeinschaft in Deutschland, lässt diese Entwicklung nicht gleichgültig. Israel wird für uns immer einen ganz besonderen Stellenwert haben. Wir stehen Israel niemals neutral gegenüber, denn Israel ist unser sicherer Hafen, unsere Lebensversicherung. Daher wehren wir uns auch massiv gegen alle Anfeindungen, denen Israel ausgesetzt ist.

Besonders wichtig sind daher die vielen Veranstaltungen zum Israel-Tag. Dabei können viele Bürger ein anderes Bild des Mittelmeer-Staates erleben. Ob die wunderbare Landschaft präsentiert wird, einmalige Städte wie Jerusalem, die Vielfalt der Bewohner, die reiche Geschichte oder die phantastische Küche Israels – das Land wird in allen Facetten sichtbar. Nicht selten beschließt manch einer nach dem Besuch an einem Stand, nach Israel zu reisen. Und das gegenseitige Kennenlernen ist eine wichtige Voraussetzung für das gegenseitige Verständnis. Daher hoffe ich, dass sich auch in diesem Jahr viele Menschen am Israel-Tag beteiligen und alle Veranstaltungen ungestört verlaufen.“