15. Jahrgang Nr. 3 / 27. März 2015 | 7. Nissan 5775

Bestätigt

Die jüdische Gemeinschaft in Deutschland verfolgt den nach der Knesset-Wahl vom 17. März angelaufenen Prozess der Regierungsbildung in Israel mit großem Interesse und ist zuversichtlich, dass die Sicherheit und das Wohl der Bürger Israels unter der neuen Regierung oberste Priorität haben werden. Das hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, erklärt. Er führte auch aus: „Zugleich hoffen wir, dass es gelingt, einem dauerhaften Frieden im Nahen Osten näherzukommen.“
Bei der Wahl wurde Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in seinem Amt bestätigt. Seine Likud-Partei errang 30 der 120 Knesset-Sitze - weit mehr, als ihr alle Meinungsumfragen vor dem Urnengang vorhergesagt hatten. Fünf weitere Parteien gelten als Netanjahus Wunschpartner: Das nationalreligiöse Jüdische Haus mit 8 Mandaten, die rechtssäkulare Partei Israel Unser Haus (6), die neue Sozialpartei Kulanu von Ex-Likud-Minister Mosche Kachlon (10), die ultraorthodoxen Parteien Schas (7) und Tora-Judentum (6). Damit hätte Netanjahu eine politisch relativ homogene Mitte- Rechts-Koalition von 67 Mandaten. Das Zionistische Lager (24 Mandate), die zentristische Jesch Atid (11), die linksliberale Meretz (5) und die Vereinigte Arabische Liste (13) sind auf dem Weg in die Opposition.

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