15. Jahrgang Nr. 2 / 27. Februar 2015 | 8. Adar 5775

Terrorismus in Kopenhagen

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, nahm zu den Terroranschlägen in Kopenhagen Stellung. Die von einem islamistischen Täter verübten Terrorakte galten einem Kulturcafé und der Großen Synagoge. Bei dem Anschlag auf das Kulturcafé, in dem eine Debatte zum Thema „Blasphemie und Meinungsfreiheit“ stattfand, starb der dänische Regisseur Finn Norgaard, während das Attentat auf die Synagoge das Leben des Gemeindemitglieds und Sicherheitsbeamten Dan Uzan forderte. Bei den Anschlägen wurden zudem fünf Polizisten verwundet.
Hierzu erklärte Dr. Schuster: „Wer geglaubt hat, dass die Terroranschläge von Paris einmalige Vorfälle waren, sieht sich leider schrecklich getäuscht. Der Terror gegen islamkritische Journalisten und jüdische Einrichtungen ist endgültig mitten in Europa angekommen. Die getroffenen Sicherheitsvorkehrungen haben offensichtlich schlimmeres Blutvergießen verhindert.“
Der Zentralratspräsident appellierte an die Sicherheitsbehörden, weiterhin wachsam zu bleiben und Sicherheitsvorkehrungen gegen jüdische Einrichtungen nochmals kritisch zu überprüfen. Unter dieser Voraussetzung sei jüdisches Leben auch in Deutschland weiterhin möglich. Den Angehörigen der Opfer sprach Dr. Schuster sein tiefes Mitgefühl aus.

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