14. Jahrgang Nr. 12 / 16. Dezember 2014 | 24. Kislew 5775

Gekürt

Bei der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland fanden Vorstandswahlen statt

Am 30. November fanden Vorstandswahlen der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland (ORD) statt. Dabei wurden die Rabbiner Avichai Apel aus Dortmund, Zsolt Balla aus Leipzig sowie Yehuda Puschkin aus Esslingen von den ORD-Rabbinern im Amt bestätigt.
Neben dem dreiköpfigen Vorstand ist bei der ORD auch ein Beirat tätig. Zu dessen Mitgliedern wurden die Rabbiner Jaakov Ebert (Würzburg), Avraham Radbil (Osnabrück), Julien-Chaim Soussan (Frankfurt) und Jona Pawelczyk-Kissin (Heidelberg) gewählt.
Die ORD wurde im April 2003 gegründet. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, jüdisches Leben sowie den Erhalt und die Weiterentwicklung der jüdischen Tradition und der Halacha in Deutschland zu fördern. Sie unterstützt die Arbeit ihrer Mitglieder, unter anderem durch die Entwicklung von Lernmaterialien für die Gemeindearbeit.
Die ORD unterhält einen in Zusammenarbeit mit dem Oberrabbinat Israels gegründeten Bet-Din (Rabbinatsgericht). Der Bet-Din ist insbesondere für halachische Personenstandsfragen, die Betreuung von Übertritten und die Klärung der Zugehörigkeit zum Judentum zuständig. Die ORD unterhält zudem eine Kommission für Kaschrut und Mikwaot (Ritualbäder). Gegenüber dem Gründungsjahr 2003, in dem der ORD elf Rabbiner angehörten, hat sich die Mitgliederzahl bis heute mehr als verdreifacht.
Das ehemalige Vorstandsmitglied der ORD, Rabbiner Jaron Engelmayer aus Köln, verabschiedete sich bei der ORD-Sitzung von seinen Kollegen. Rabbiner Engelmayer siedelt mit seiner Familie nach Israel über.

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