14. Jahrgang Nr. 10 / 31. Oktober 2014 | 7. Heshvan 5775

„Was ich immer schon wissen wollte ...“

Glossar mit Begriffen des Judentums – von Rabbiner Dr. Joel Berger

IKKARIM (hebräisch):

Plural von „Ikar“, „Hauptsache“, „das Wesentliche“, „das Wichtigste“. „Schloscha Assar Ikkarim“, „dreizehn wesentliche Grundlagen“ unseres Judeseins, hat der große Kodifikator Rambam – Rabbi Mosche ben Maimon, auch als Maimonides bekannt – aus der Tora abgeleitet und zusammengestellt. Sie stellen die dreizehn Glaubenssätze des Judentums dar. Jeder davon beginnt mit den Worten „Ich glaube aus voller Überzeugung …“ Dem Rambam ist es gelungen, damit die grundlegenden Wahrheiten unserer Religion zu erfassen.

Die dreizehn Grundätze sind: Jegliche Realität als G’ttes Schöpfung, Seine Einheit, Seine Nichtgegenständlichkeit, Seine Präexistenz, Seine Eigenschaft, als einziger angebetet zu werden, die Fähigkeit des Menschen zur Weissagung, die Überlegenheit von Moses’ Weissagung, die Tora als wörtliche Verkündung G’ttes, die Unveränderlichkeit der Tora, die Allwissenheit G’ttes, Lohn für die Einhaltung der Tora und Bestrafung von Verstößen gegen sie, das Kommen des Messias und die Auferstehung der Toten.

Der zwölfte Glaubenssatz ist als populäres Lied „Ani Ma’amin“ weit verbreitet und wird oft gesungen. Es verkündet die ungebrochene messianische Hoffnung und Erwartung unseres Volkes.