14. Jahrgang Nr. 10 / 31. Oktober 2014 | 7. Heshvan 5775

Mehr als Geschichte

Am 28. Oktober wurde die Dauerausstellung des Museums der Geschichte der polnischen Juden in Warschau feierlich eröffnet. An der Eröffnung nahmen die Präsidenten Polens und Israels, Bronislaw Komorowski und Reuven Rivlin, teil.
Die Bauarbeiten an dem Museum begannen im Jahr 2007. Das Gebäude selbst wurde vor anderthalb Jahren fertiggestellt. Mit der großangelegten Dauerausstellung findet das Projekt nun einen Abschluss. Das Museumsprojekt wurde in der jüdischen Welt wie in Polen als ein bedeutendes, über eine historische Darstellung weit hinausgehendes Vorhaben gewürdigt. Dies kam auch in den Ansprachen der beiden Staatsoberhäupter bei der Eröffnungszeremonie zum Ausdruck.
Die Geschichte Polens, so Komorowski, lasse sich ohne die Geschichte der Juden in Polen nicht verstehen. Das Museum solle daran erinnern, aber auch einen Beitrag zu polnisch-jüdischen Beziehungen leisten. Komorowski betonte zudem den Beitrag polnischer Juden zur Entstehung des Staates Israel.
Rivlin, der von seinem polnischen Amtskollegen zur Eröffnung des Museums eingeladen worden war, ging auf die Bedeutung Polens für die jüdische Geschichte ein. Polen sei ein Nährboden für jüdische Kreativität gewesen, so Rivlin, wurde aber auch zum größten Friedhof des jüdischen Volkes.

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