14. Jahrgang Nr. 9 / 26. September 2014 | 2. Tischri 5775

„Was ich immer schon wissen wollte ...“

Glossar mit Begriffen des Judentums – von Rabbiner Dr. Joel Berger

IJAR (altbabylonisch):

Monat im hebräischen Kalender. Der Ijar ist der siebte – in Schaltjahren der achte – Monat des herkömmlichen hebräischen Kalenders, zugleich aber auch der zweite Monat des liturgischen Jahres, das mit dem „Neujahr für Könige und für Pilgerfeste“ im Monat Nissan beginnt. Nach dem gregorianischen Kalender fällt der Ijar auf April/Mai.
Am 5. Ijar feiern wir Jom Haatzmaut, Israels Unabhängigkeitstag. Am 18. Ijar begehen wir Lag BaOmer, den 33. Tag der Omerzählung, der eine Unterbrechung der Trauerperiode zwischen Pessach und Schawuot bedeutet.
Am 14. Ijar wird „Pessach Scheni“, das „Zweite Pessachfest“, abgehalten, dessen Ursprung auf die Wanderung unserer Ahnen in der Wüste nach dem Auszug aus Ägypten zurückgeht. Am ersten Jahrestag des Auszuges kam eine Gruppe von Israeliten zu Moses mit der Bitte, das Pessachopfer nachholen zu dürfen, da sie zum Termin des ursprünglichen Pessachfestes verhindert gewesen war.
Diese Bitte trug Moses G’tt vor. Daraufhin hat der HERR die Tora um die Mitzwa erweitert, das Pessach-Lammopfer nachzuholen. Seit der Zerstörung des Tempels findet kein Pessachopfer mehr statt, doch werden zu „Pessach Scheni“ üblicherweise eine Mazza oder Mazzeklöße in der Brühe verzehrt