Judenfeindliche Vorfälle in Deutschland und Europa 2014 (Auswahl)

25. April Berlin: Ein junger Israeli wird in Kreuzberg von sechs Palästinensern angegriffen und krankenhausreif geschlagen.

12. Juli Frankfurt am Main: Pro-palästinensische Aktivisten rufen bei einer Demonstration antisemitische Parolen wie „Kindermörder Israel“ über den Lautsprecher der Polizei aus.
Bochum, Dortmund, Gelsenkirchen, München: Bei Demonstrationen ist der Ruf „Kindermörder Israel“ oder „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ zu hören.

13. Juli Paris: Pro-Palästinensische Demonstranten versuchen in eine Synagoge einzudringen und bewerfen das Gebäude mit Steinen und Flaschen. Die Menschen in der Synagoge können das Gebäude nicht verlassen. Auf eine andere Synagoge in Paris wird ein Brandsatz geworfen. Weitere Synagogen werden von pro-palästinensischen Aktivisten angegriffen.

14. Juli Gelsenkirchen: Eine Fensterscheibe der Synagoge wird mit einem Gullydeckel eingeworfen.

17. Juli 2014 Berlin: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“, rufen pro-palästinensische Demonstranten in Berlin. In den folgenden Tagen kommt es zu mehreren Vorfällen in der Hauptstadt. Ein Mann wird angegriffen, weil er eine Kippa trägt. Ein Imam predigt in einer Neuköllner Moschee: "Oh Allah, vernichte die zionistischen Juden." Der Zentralrat der Juden u.a. erstatten Anzeige wegen Volksverhetzung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.


18. Juli: Essen: Im Anschluss an eine pro-palästinensische Demonstration der Linksjugend Solid Ruhr greifen deren Teilnehmer eine pro-israelische Kundgebung mit Flaschen, Steinen und Böllern an. Sie rufen „Scheiß Jude, brenn“. Am selben Tag gibt es 14 Festnahmen wegen des Verdachts auf Aktionen gegen die Alte Synagoge Essen. Inzwischen hat die Polizei 66 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

19./20. Juli Berlin: Bei einer pro-palästinensischen Demonstration wird ein isarelisches Ehepaar, das zufällig den Weg kreuzt, massiv bedroht und muss von der Polizei geschützt werden. Die Demonstranten rufen: „Nazimörder Israel!“, „Scheiß Juden, wir kriegen Euch!“ und „Wir bringen euch um!“
Paris: Pro-Palästinensische Demonstranten plündern Geschäfte, ein koscherer Lebensmittelladen brennt aus.
Niederlande: Unbekannte werfen Steine auf das Haus des Oberrabbiners Binyomin Jacobs.

24. Juli Berlin: Ein 19-Jähriger wird auf dem Weg zur Synagoge in der Passauer Straße von einem Unbekannten mit der Faust geschlagen. Seine Brille fällt zu Boden und geht kaputt. Das Opfer trug eine Kippa.

25. Juli Berlin: Auf der Demo zum Al Quds Tag rufen pro-palästinensische Demonstranten die Parole „Israel vergasen“, auch „Sieg Heil“-Rufe werden vernommen.
Duisburg: In der Kita der jüdischen Gemeinde Duisburg, Mülheim, Oberhausen gehen Drohanrufe ein, dass den Kindern „etwas zustoßen“ könne.

29. Juli Wuppertal: Molotow Cocktails werden auf die Barmer Synagoge geworfen. Mittlerweile sitzen drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft.
Frankfurt a. M.: Ein Unbekannter droht am Telefon damit, 30 Frankfurter Juden zu ermorden, sollte seiner Familie in Gaza etwas passieren.
31. Juli Frankfurt a. M.: Unbekannte werfen eine volle Bierflasche in das Badezimmerfenster einer bekannten Frankfurter Jüdin und rufen „Judenschwein“.

14. August Dresden: Mehrere Hauswände, Kleidercontainer und Haltestellen werden mit Hakenkreuzen beschmiert.

22. August Kopenhagen: Eine jüdische Schule wird mit antisemitischen und antiisraelischen Graffiti beschmiert.

5. September Spremberg/Brandenburg: Die Fensterscheiben der Redaktion der Lausitzer Rundschau werden mit antisemitischen Sprüchen wie „Juden, kill them“ und „Wir kriegen euch alle“ beschmiert.

Quellen:
Jüdische Allgemeine:
http://www.juedische-allgemeine.de/special/2014/antisemitismus

Amadeu Antonio Stiftung:
http://www.amadeu-antonio-stiftung.de/die-stiftung-aktiv/themen/gegen-as/antisemitismus-heute/chronik-antisemitischer-vorfaelle-1/chronik-antisemitischer-vorfaelle-2014/