14. Jahrgang Nr. 8 / 29. August 2014 | 3. Elul 5774

„Was ich immer schon wissen wollte ...“

Glossar mit Begriffen des Judentums – von Rabbiner Dr. Joel Berger

Hoschea

Einer der Propheten aus unserem Tenach, dessen Werk unter den sogenannten „zwölf kleineren Propheten“ eingereiht wurde. Der Name Hoschea bedeutet „er rettet“.
Hoschea stammte aus dem Nordreich Israel, wo er von der Zeit des Königs Jerobeam II. bis kurz vor dem Untergang Samarias (Schomron), circa von 750 bis 725 vor der Zeitenwende, wirkte. Darüber hinaus und außer dem Namen seines Vaters, Beeri, ist nichts über diesen Propheten bekannt. Hoschea betonte die Liebe G’ttes zu Israel. Gleichzeitig warnte er aber auch die Einwohner Israels vor den schwerwiegenden Konsequenzen ihrer Verfehlungen.
In der synagogalen Praxis wird an dem Schabbat zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur die Haftara aus dem 14. Kapitel des Buches Hoschea (Vers 2) vorgetragen. Die Lesung beginnt mit den hebräischen Worten „Schuwa Jisrael“: „Kehre um Israel, zu dem HERRN, deinem G’tt.“ Aufgrund dieser prophetischen Lesung erhielt dieser Schabbat auch seinen besonderen Namen „Schabbat Schuwa“, „Schabbat der Umkehr“. Damit fügt er sich zugleich in die zehn Tage der Umkehr zwischen Rosch Haschana und Jom Kippur ein.