14. Jahrgang Nr. 7 / 25. Juli 2014 | 27. Tammus 5774

Solidarität

„Ihr könnt euch auf uns verlassen“ – Zentralratspräsident Graumann bei der Kundgebung.

In den schweren Stunden der Raketenangriffe aus Gaza und der israelischen Verteidigungsoperation stehe Israel nicht allein. Das erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, bei einer Solidaritätskundgebung für Israel, die am 17. Juli in Frankfurt stattfand. Dr. Graumann verurteilte die Doppelmoral, die in der Öffentlichkeit gegenüber Israel an den Tag gelegt wird. „Wo sind die Massendemonstrationen gegen die Islamisten?“ mahnte er. „Der kriminelle Raketenterror der mörderischen Hamas muss sofort und für immer ein Ende haben“, forderte der Zentralratspräsident.
Solidaritätskundgebungen für Israel fanden auch in anderen deutschen Städten statt. Allerdings kam es auch zu einer Reihe israelfeindlicher und antisemitischer Demonstrationen, bei denen nicht nur Hassparolen wie „Juden ins Gas“ oder „Nazimörder Israel“ skandiert wurden, sondern zum Teil auch Pogromstimmung aufkam.
Den dabei zu Tage tretenden Judenhass hat der Zentralrat der Juden in Deutschland aufs Schärfste verurteilt. Der Zentralrat forderte Politik, Medien, Zivilgesellschaft und die muslimischen Verbände zu einem klaren Bekenntnis gegen diesen Antisemitismus auf. Diese neue Dimension des Antisemitismus, erklärte Dr. Dieter Graumann, werde viel zu wenig beachtet. Antisemitismus dürfe nicht verschwiegen, sondern müsse thematisiert und entschlossen bekämpft werden. zu