14. Jahrgang Nr. 6 / 27. Juni 2014 | 29. Siwan 5774

Aus den Gemeinden – Jüdisches Leben

Weltkulturerbe

Am 12. Juni hat die Kultusministerkonferenz neun in Deutschland gelegene Stätten für die Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) nominiert. Drei der von den Länderministern gewählten Standorte haben mit der Geschichte der Juden in Deutschland zu tun: jüdisches Erbe in den sogenannten SchUM-Städten Speyer, Worms und Mainz, der Jüdische Friedhof Altona in Hamburg sowie die Alte Synagoge und Mikwe in Erfurt. Die endgültige Entscheidung über die Anerkennung einzelner Bewerbungen wird – erst in mehreren Jahren – von der UNESCO getroffen.

Emmendingen

Die Jüdische Gemeinde Emmendingen hat einen neuen Rabbiner. Der neue Amtsinhaber, der seine Arbeit bereits aufgenommen hat, ist der orthodoxe Rabbiner Jaakov Joseph Yudkowsky. Der 27 Jahre alte Yudkovsky wurde in den USA geboren, wuchs in Israel auf und war als Religionslehrer im Elsass tätig. In Frankfurt am Main war er im Rahmen des „Jewish Experience“-Programms für jüdische Studenten und junge Erwachsene tätig.

Erfurt

Rabbiner Konstantin Pal, bisher Rabbiner der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, hat seine Tätigkeit in Erfurt nach drei Jahren beendet. Unter Hinweis auf familiäre Gründe ist Rabbiner Pal nach Berlin gezogen. Derweil leitet die Jüdische Landesgemeinde Thüringen die Suche nach einem neuen Rabbiner in die Wege.