14. Jahrgang Nr. 6 / 27. Juni 2014 | 29. Siwan 5774

Novelle

Zentralrat begrüßt Verbesserung des Ghettorentengesetzes

Am 6. Juni hat der Bundestag die von der Bundesregierung eingebrachte Novellierung des Ghettorentengesetzes beschlossen. Das Gesetz ermöglicht rückwirkende Nachzahlungen an Rentenberechtigte, denen bisher nur eine Nachzahlung für vier Jahre zugestanden wurde.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat die Verabschiedung des Ghettorentengesetzes im Deutschen Bundestag begrüßt. Der Präsident des Zentralrats der Juden, Dr. Dieter Graumann, erklärte hierzu: „Wir sind froh und erleichtert, dass der Deutsche Bundestag endlich das Gesetz über nachträgliche Renten-Zahlungen an frühere Ghetto-Arbeiter auf den Weg gebracht hat. Die Regelung, für die wir uns jahrelang eingesetzt haben, war überfällig und kommt für viele Menschen leider zu spät. Dennoch werden die Überlebenden mit ihren besonderen Biografien endlich ernst genommen. Die deutsche Politik kommt damit ihrer historischen Verantwortung nach und verdient für diese Regelung ausdrücklich Respekt. Das neue Gesetz ist eine Geste der Menschlichkeit.“
Der Zentralrat brachte auch seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Bundesregierung nun auch eine Regelung für die in Polen lebenden Anspruchsberechtigten finden werde.

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