14. Jahrgang Nr. 5 / 30. Mai 2014 | 1. Siwan 5774

Mordanschlag

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann brachte seine tiefe Bestürzung über den Anschlag im Jüdischen Museum in Brüssel zum Ausdruck. Bei dem Anschlag erschoss ein Täter vier Menschen: ein israelisches Ehepaar, eine jüdische-französische Freiwillige, die im Museum tätig war, sowie einen belgischen Museumsangestellten.
„Diese abscheuliche Tat hat uns alle sehr erschüttert“, sagte Dr. Graumann. „Sollte sich die Annahme bewahrheiten, dass es sich um einen gezielt antisemitischen Angriff handelt, wäre eine neue, brutale Dimension dieses irrationalen Menschenhasses erreicht im Herzen von Europa, dem wir alle, Politik und Gesellschaft, entschlossen entgegentreten müssen“, erklärte der Präsident des Zentralrats. Angesichts der Europawahl sei dieser infame Angriff als „ein Angriff auf uns alle“ zu deuten, den es absolut und eindeutig zu verurteilten gelte. „Hier sind alle Menschen in unserem gemeinsamen europäischen Haus nun gefragt, Solidarität, Engagement und ehrliche Anteilnahme zu zeigen“, fügte Dr. Graumann hinzu. Er äußerte die Hoffnung, dass der Täter schnell gefasst wird. „In Gedanken und mit unseren Herzen sind wir bei den Angehörigen der Opfer. Ihnen gilt unser tiefes Mitgefühl“, erklärte der Zentralratspräsident. Der Anschlag löste in vielen Ländern Empörung aus und wurde von zahlreichen Politikern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verurteilt.

dpa/zu