14. Jahrgang Nr. 1 / 31. Januar 2014 | 30. Schwat 5774

Neue Gesichter

Das Kulturprogramm des Zentralrats 2014 bietet viele Highlights

Das Kulturprogramm des Zen­tralrats der Juden in Deutschland wird 2014 bereits zum 12. Mal durchgeführt. Wie in den Vorjahren bietet der Zentralrat den jüdischen Gemeinden in der Bundesrepublik auch diesmal eine breitgefächerte Palette qualitativ hochwertiger Veranstaltungen an. Um das kulturelle Leben der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland weiter zu fördern, übernimmt der Zentralrat erneut die Finanzierung der Künstlerhonorare bei den ins Kulturprogramm aufgenommenen Veranstaltungen. Dabei wurden zwar nicht ausschließlich, aber hauptsächlich in Deutschland lebende Künstler verpflichtet. Damit wird die jüdische Kulturszene hierzulande weiter gestärkt.
Wie jedes Jahr ging die Zusammenstellung des Kulturprogramms auch diesmal mit der Qual der Wahl einher. Es galt, rund 300 Angebote zu bewerten und eine ebenso attraktive wie inhaltlich ausgewogene Mischung zu schaffen. Angesichts der Vielzahl qualitativ hochrangiger Kandidatinnen und Kandidaten war das eine besonders schwierige Aufgabe. Um die Vielfalt des jüdischen Kulturangebots langfristig zu sichern und die ganze Bandbreite der sich entwickelnden neuen jüdischen Kultur in Deutschland unterstützend zu begleiten, nahm der Zentralrat fast ausschließlich Neuzugänge in das Programm 2014 auf.
Unverändert beliebt bleiben Klez­mer-Konzerte. Gleich sechs Klezmer-Bands sind in das Programm eingebunden, um der regen Nachfrage seitens der Gemeinden zu genügen. Es handelt sich um die Knoblauch Klezmer Band, die Klezmer Tunes Band, die Hamburg Klezmer Band, die Wolga-Klezmer, das Klezmeron und das United Klezmer Ensemble.
Auch Jazz, jüdische und israelische Lieder kommen stark zur Geltung. Hier können sich die Gemeinden freuen auf Einat Bezalel („Stimmen der Wüste“), Daniel Kahn & The Painted Birds, Sandra Kreisler, Karsten Troyke und das Trio Scho, Afzeluches („Jiddische lider ois der welt“), Igor Morosow und Boris Chnaider, Kol Ishe („Frauenstimmen sprengen Grenzen“), das Misrach-Quartett, Feygele, The Swinging PartYsans und das Ofri Ivzori Quartett,.
Klassische Musik wird durch Omer Klein (Piano), Alexander Lifliand (Geige) und Boris Gurevitsch (Klavier), Gintaras Januševičius (Klavier) und Stella Motina (Sopran), das Galil Trio (Klavier, Cello, Klarinette), Anna Vishnevska (Gitarre, Gesang), Duo Allegro (Klavier, Sopran), Anna Tyshayeva (Klavier) und das Streichquartett La Roche vertreten.
Erstmals hat der weltberühmte Kantor Joseph Malovany Auftritte im Rahmen des Kulturprogramms zugesagt. Malovany lebt in New York, doch ist er seit Herbst 2013 auch als Ehrendekan der orthodoxen Kantorenausbildung in Leipzig tätig und wird seine in diesem Zusammenhang anstehenden Deutschland-Besuche auch für Konzertauftritte nutzen. Aus Los Angeles kommt die in den Gemeinden bereits bekannte Kantorin und Sängerin Svetlana Portnyansky zu Auftritten in die Bundesrepublik. „Einheimische Gewächse“ des Chasanut-Programms sind Kantor Moshe Fishel aus München und sein Piano-Begleiter Yoed Sorek sowie „Die Drei Kantoren“ aus Potsdam.
Das bubales-Puppentheater und der Geschichtenerzähler Gidon Horowitz runden das Bühnen-Programm ab. Schließlich werden vier Ausstellungen präsentiert: „To those whose faith has been broken“ widmet sich dem jüdischen Kulturleben in Polen. Dabei zeigt der Fotograf Benyamin Reich eine Auswahl seiner Werke, während Julian Volojs Fotoausstellung „I Love New York“ das jüdische Leben in der Metropole am Hudson dokumentiert. Die vierte Ausstellung, „Die Jüdische Schule Rykestraße lebt – damals und heute“, wurde von Schülern der 6. Klasse der Lauder Beth-Zion Grundschule erstellt.

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