13. Jahrgang Nr. 12 / 18. Dezember 2013 | 15. Tewet 5774

„Was ich immer schon wissen wollte ...“

Glossar mit Begriffen des Judentums – von Rabbiner Dr. Joel Berger

HALLEL (hebräisch):

Lob, Lobpreisung G’ttes. Hallel besteht aus einer Gruppe von Psalmen (Psalm 113–118), die einen Teil der Festtagsliturgie bilden. Sie werden nach einem einleitenden Segensspruch im Laufe des Morgeng’ttesdienstes Schacharit an den Feiertagen und an den acht Chanukkatagen rezitiert. Die Hallel-Psalmen werden nicht an Rosch Haschana und Jom Kippur gesprochen. Wir unterscheiden zwischen „Ganz Hallel“ (Psalm 113–118) und „Halb Hallel“, in dem die ersten elf Verse des Psalms 115 und 116 nicht gesprochen werden, wie zum Beispiel an den letzten sechs Tagen von Pessach sowie zu Rosch Chodesch, dem Beginn eines jüdischen Monats. In jüngster Zeit hat es sich eingebürgert, das Hallel-Gebet auch am Jom Ha-Atzmaut (Israels Unabhängigkeitstag) zu rezitieren.

HA-SCHEM (hebräisch):

wörtlich „der Name“. Die für toratreue Juden übliche Bezeichnung für G’tt, da G’ttes Name aufgrund des Verbotes in der Tora nicht ausgesprochen oder niedergeschrieben werden darf. Wie der Name G’ttes auszusprechen ist, ist ohnehin nicht bekannt. Die hebräischen Buchstaben Jod He Waw He – das Tetragrammaton – drücken zugleich die Ewigkeit und Zeitlosigkeit G’ttes aus und stehen in etwa für „Er war, Er ist und Er wird immer sein.“