13. Jahrgang Nr. 12 / 18. Dezember 2013 | 15. Tewet 5774

Würdigung

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, würdigte den ersten demokratisch gewählten südafrikanischen Präsidenten, Nelson Mandela, der am 5. Dezember verstorben ist. Mandela, so Dr. Graumann, war „ohne Zweifel der Vater und das Symbol des modernen Südafrika“. Der Zentralratspräsident bezeichnete Mandela als einen großartigen Brückenbauer und einen charismatischen Versöhner, der emotionale und politische Verletzungen zu heilen, statt zu vertiefen verstand und der immer wieder den Mut zur Menschlichkeit fand. „Uns allen wird er in Erinnerung bleiben als leuchtendes Vorbild an Weisheit und einer der ganz großen Helden unserer Zeit“, erklärte Dr. Graumann.
Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, würdigte Mandela als den „am meisten inspirierenden Menschenrechtsverfechter unserer Zeit“. Israels Staatspräsident Shimon Peres erklärte, die Welt habe eine verehrungswürdige Führungspersönlichkeit verloren, die den Lauf der Geschichte verändert habe. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu pries Mandela als einen Menschen mit Vision und einen Freiheitskämpfer, der Gewalt abgelehnt habe. Südafrikas Oberrabbiner Warren Goldstein forderte seine Landsleute auf, dem von Mandela hinterlassenen Pfad der Moral zu folgen und im Einklang mit den vom Verstorbenen vertretenen Werten zu leben.

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