13. Jahrgang Nr. 7 / 26. Juli 2013 | 19. Aw 5773

AUS DEN GEMEINDEN

Berlin:

Der jüdische Friedhof im Berliner Stadtteil Weißensee ist erstmals systematisch erforscht worden. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden jüngst vom Landesdenkmalamt und der Technischen Universität Berlin vorgestellt. Unter dem Titel „115 628 Berliner. Der Jüdische Friedhof Weißensee – Dokumentation der flächendeckenden Erfassung der Grabstätten“ wird der 1880 angelegte Friedhof auf 110 Seiten dargestellt. Unter anderem gibt die Untersuchung Auskunft über die Herkunftsorte der Gemeindemitglieder. Zudem wurde untersucht, wie sich die Inschriften auf den Grabsteinen im Lauf der Zeit veränderten, aus welchem Material die Grabzeichen gefertigt wurden und in welchem Zustand sie sich heute befinden. Der Friedhof Weißensee weist eine Fläche von 42 Hektar auf und gilt als flächengrößter jüdischer Friedhof in Europa. Er verfügt über Alleen von einer Gesamtlänge von 14 Kilometern.

Regensburg:

Die Jüdische Gemein de Regensburg plant den Bau eines Gemeindezentrums mit einer neuen Synagoge. Der derzeit für Gottesdienste genutzte Mehrzwecksaal der Gemeinde, der nur bis zu 100 Personen Platz bietet, ist für die Gemeinde zu klein. Das neue Gemeindezentrum soll neben der auf 200 Beter ausgelegten Synagoge Veranstaltungsräume und einen Verwaltungsbereich umfassen. Die Kosten des Projekts liegen bei fünf Millionen Euro. Dabei wird die Gemeinde von dem für diesen Zweck gegründeten „Freundeskreis neue Synagoge Regensburg“ unterstützt. Die frühere Jugendstil-Synagoge der Stadt wurde in der „Reichskristallnacht“ von 1938 zerstört.