13. Jahrgang Nr. 3 / 22. März 2013 | 11. Nissan 5773

Aus den Gemeinden

Nordrhein:

Die Delegiertenversammlung des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein hat im Februar die Zusammensetzung des Vorstands des Verbandes für die neue Legislaturperiode bestimmt. Diese endet im Februar 2016.
Vorstandsvorsitzender ist Dr. Oded Horowitz aus Düsseldorf, als stellvertretender Vorsitzender fungiert Leonid Goldberg aus Wuppertal. Weitere Vorstandsmitglieder sind Lea Floh (Mönchengladbach), Dr. Adrian Flohr (Düsseldorf), Patrick Marx (Duisburg-Mülheim-Oberhausen) und Dr. Robert Neugröschel (Aachen). Vorsitzender der Delegiertenversammlung ist Ran Ronen aus Düsseldorf, stellvertretender Vorsitzender ist Michael Rosov aus Krefeld.
Die Jüdische Gemeinde Düsseldorf ist die mit Abstand größte Mitgliedsgemeinde des Landesverbandes Nordrhein, gefolgt von Duisburg-Mülheim-Oberhausen und Wuppertal. Neben dem nordrheinischen Landesverband sind in Nordrhein-Westfalen der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe und die eigenständige Synagogen-Gemeinde Köln, die keinem Landesverband angehört, tätig.

Mecklenburg-Vorpommern:

Der Verbandstag des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern hat den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Schwerin, Valeriy Bunimov, zum Vorstandvorsitzenden des Landesverbandes gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind Sarah Kogan (Wismar) und Igor Jesernitzki (Rostock). Dem Landesverband gehören die Jüdische Gemeinde Rostock und die Jüdische Gemeinde Schwerin an. In Wismar lebende Juden gehören der Schweriner Gemeinde an.

Oldenburg:

Die Stadt Oldenburg hat eine Straße nach dem ehemaligen Landesrabbiner der Stadt, Dr. Leo Trepp, benannt. Leo Trepp war in den Jahren 1936 bis 1939 Rabbiner in der norddeutschen Stadt – der letzte vor der Zerstörung der Gemeinde durch das NS-Regime. Nach der „Reichskristallnacht“ wurde Rabbiner Trepp mit allen anderen jüdischen Männern der Stadt ins Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt, wurde aber entlassen und konnte ins Ausland flüchten. Er lebte seit 1940 in den USA, wo er im Jahr 2010 verstarb. Er blieb aber der Stadt Oldenburg verbunden. Bei der neuen Leo-Trepp-Straße handelt es sich um den bisherigen südlichen Abschnitt der Wilhelm-Straße. In diesem Abschnitt befindet sich der Sitz der Jüdischen Gemeinde Oldenburg. Deren Vorsitzender, Jehuda Wältermann, begrüßte die Umbenennung.

Europa:

Bei einem Treffen mit dem Erweiterungskommissar der EU, Stefan Füle, haben sich Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften in der Ukraine – Christen, Juden und Moslems – für eine Aufhebung der Visumspflicht für ukrainische Bürger bei Reisen in die EU eingesetzt. Füle begrüßte, dass sich die Glaubensgemeinschaften für die europäische Zukunft der Ukraine engagierten.
Eine Aufhebung der Visumspflicht für Inhaber ukrainischer Pässe wäre auch für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland von Bedeutung. Zahlreiche Mitglieder jüdischer Gemeinden haben Familienangehörige und Freunde in der Ukraine. Bei Visumsfreiheit wären Besuche dieses Personenkreises in Deutschland einfacher durchzuführen, als es gegenwärtig der Fall ist. Darüber hinaus könnte die Kontaktpflege zwischen den jüdischen Gemeinden und Einrichtungen beider Länder leichter werden.