13. Jahrgang Nr. 3 / 22. März 2013 | 11. Nissan 5773

Auftakt

Am 3. März wurden die Münchner Schriftstellerin Mirjam Pressler und das Frankfurter Fritz-Bauer-Institut in Kassel mit der Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt. Die Auszeichnung wird alljährlich anlässlich der Eröffnung der „Woche der Brüderlichkeit“ vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verliehen. In diesem Jahr stand die Dialogwoche unter dem Motto „Sachor! – Gedenke!“.
Diesem Leitgedanken – so die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, in einer Würdigung – folgten beide Preisträger seit langem. Mirjam Pressler erzähle Geschichten von Menschen, die anders seien, von beschädigten oder sogar zertrümmerten Kindheiten, auch, aber nicht nur von Juden. Der besondere Beitrag des Fritz-Bauer-Instituts sei es, immer wieder neue wissenschaftliche und pädagogische Impulse für eine differenzierte, generationenübergreifende Erinnerungskultur zu setzen, um den Holocaust vor dem Vergessen zu bewahren.
Zur Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit in Düsseldorf las der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, aus seinem Buch „Nachgeboren – vorbelastet? Die Zukunft des Judentums in Deutschland“. Bei der in der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf durchgeführten Veranstaltung sprach sich Dr. Graumann für aktive Teilnahme von Juden an der gesamten Bandbreite wichtiger öffentlicher Debatten in Deutschland aus.
hpk/zu