13. Jahrgang Nr. 2 / 28. Februar 2013 | 18. Adar 5773

Aus den Gemeinden

Bremen

Nach den Neuwahlen zum Gemeinderat der Jüdischen Gemeinde im Lande Bremen wurde im Januar 2013 das geschäftsführende Präsidium gewählt. Dem Präsidium gehören neben der Vorsitzenden Elvira Noa Renata Bas als Stellvertreterin und Grigori Pantijelew als Stellvertreter an. Weitere Mitglieder des Gemeinderates sind Ludmila Chapiro, Liviu Cornea, Gennady Goldin, Pavel Kogan, Katerina Poluektova und Sina Vinokur. Die Amtszeit des neuen Gemeinderates endet am 31. Dezember 2016.

Saar

Die Repräsentanz der Synagogengemeinde Saar hat den Gemeindevorsitzenden Richard Bermann einstimmig für sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Bermanns gegenwärtige Amtszeit läuft im Mai ab. Daher war eine Neuwahl erforderlich. Bermann führt die Gemeinde seit 2007. Gleichzeitig ist er Direktoriumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland, stellvertretender Vorsitzender des Bundes Traditioneller Juden in Deutschland und übt weitere öffentliche Funktionen aus.

Lübeck

Im Januar hat der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Lübeck, Leonid Gendelmann, die Gemeindemitglieder über Fortschritte bei der geplanten Sanierung der Lübecker Synagoge in der St.-Annen-Straße 13 informiert. Wie Gendelmann ausführte, wurden bei der Planung alle Anforderungen der Denkmalpflege, aber auch Aspekte der Energieeffizienz berücksichtigt. Sobald die Drittmittelfinanzierung in Höhe von 6,2 Millionen Euro gesichert sei, könne mit den nächsten Bauphasen begonnen werden. Ein entsprechender Bauantrag sei bereits gestellt worden.

Schwaben–Augsburg

Nach Mitteilung der Israelischen Kultusgemeinde Schwaben-Augsburg ist das langjährige Gemeinde- und Vorstandmitglied Dr. Manfred Worm verstorben. Der 1940 in Shanghai geborene Jurist war Vorsitzender Richter am Landgericht Memmingen und wurde zweimal in den Bayerischen Verfassungsgerichtshof berufen. Darüber hinaus war er Gründungsvorsitzender des Memminger Ortsvereins der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Tu-bi-Schwat

Die von Zentralrat der Juden in Deutschland ins Leben gerufene Initiative Jews Go Green hat in mehreren jüdischen Gemeinden das Tu-Bi-Schwat-Fest gefeiert. Seit talmudischen Zeiten als landwirtschaftliches Neujahrfest bekannt und traditionell als Tag der Pflanzungen genutzt, ist Tu-Bi-Schwat im modernen Judentum zugleich ein Anlass, Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den Vordergrund zu rücken. In Heidelberg und in Berlin hat Jews Go Green in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzorganisation Plant for the Planet einen Tu-Bi-Schwat-Seder veranstaltet . Plant for the Planet ist eine von Kindern gegründete Organisation, die mit Baumpflanz-Aktionen und Bildungsangeboten für Jugendliche gegen Klimawandel eintritt. Zu dem Seder in Heidelberg, der auch unter Mitwirkung des Bundes jüdischer Studenten Baden organisiert wurde, fanden sich 20 Teilnehmer ein. In Berlin nahmen 30 Kinder und Jugendliche an der Veranstaltung teil. Auch in Jena gab es Gelegenheit, einen Tu-Bi-Schwat-Seder zu feiern.