13. Jahrgang Nr. 2 / 28. Februar 2013 | 18. Adar 5773

Gewürdigt

Nach der Rücktritts-Ankündigung von Papst Benedikt XVI. würdigte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, den Beitrag des Papstes zum jüdisch-christlichen Verhältnis. Diesem Verhältnis habe das nun scheidende Oberhaupt der katholischen Kirche neue Impulse verliehen und es mit Herzlichkeit erfüllt. Papst Benedikt habe den Kurs der Annäherung und Freundschaft seines Vorgängers beherzt fortgesetzt. „Dafür“, so Dr. Graumann, „sind wir ihm sehr dankbar. Die Versöhnung mit dem Judentum war Papst Benedikt XVI. ein ganz persönliches Anliegen.“
Dr. Graumann erinnerte an den Besuch des Papstes in der Kölner Syna­goge im Jahr 2005, als erster Synagoge außerhalb Italiens, die je von einem Papst besucht wurde, und an seine persönliche Begegnung mit dem Papst – gemeinsam mit weiteren Spitzenvertretern des Zentralrats der Juden – im Rahmen des Deutschland-Besuches von Benedikt XVI. im Jahr 2011.
„Der Papst“, so der Zentralratspräsident, „hat das Gespräch mit der jüdischen Gemeinschaft ausdrücklich gesucht und in gegenseitiger Wertschätzung auch schwierige Themen nicht gemieden. Die Begegnung mit ihm war für uns eine große Freude und getragen von persönlicher Wärme. Wir hoffen sehr, dass sein Amtsnachfolger diesen Kurs der Nähe und Freundschaft entschlossen fortsetzt. Die Leistungen von Papst Benedikt XVI. würdigen wir mit tiefem Respekt und wünschen ihm von Herzen alles Gute und Gottes Segen!“
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