13. Jahrgang Nr. 1 / 31. Januar 2013 | 20. Schwat 5773

Solidarität

Auf Einladung des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Kassel, Manfred Oelsen, hielt der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, am 23. Januar die Festrede bei dem von der Arbeitsgemeinschaft ausgerichteten Neujahrsempfang. In seinen dem Thema „Israel zwischen Solidarität und Delegitimierung" gewidmeten Ausführungen erklärte Kramer, Israel werde angesichts seiner von Herausforderungen geprägten geopolitischen Lage auch unter der nächsten Regierung Freunde brauchen, die ihm im Kampf gegen Hass, Delegitimierung und Verleumdungen zur Seite stehen.
Nach Kramers Auffassung ist es oft möglich, den anhaltenden Bemühungen von Israels Feinden, den jüdischen Staat für illegitim zu erklären, mit Argumenten wirksam entgegenzutreten. Kramer forderte Israels Freunde auf, ihre Kräfte bei der Informations- und Aufklärungsarbeit besser zu bündeln.
Kritik an der israelischen Siedlungspolitik bezeichnete der Generalsekretär des Zentralrats als legitim, solange sie in keine undifferenzierte Verurteilung Israels ausarte. Westliche Regierungen, so Kramer, müssten viel deutlicher als bisher machen, dass sie bei der Siedlungsfrage nicht nur an das Recht der Palästinenser auf Heimat, sondern auch an Israel denken.
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