12. Jahrgang Nr. 12 / 17. Dezember 2012 | 4. Tewet 5773

Bergen-Belsen

Am 30. November fand in Bergen-Belsen ein Festakt zum 60. Jubiläum der Einweihung der Gedenkstätte Bergen-Belsen statt. Die Gedenkstätte erinnert an die Verfolgung und Ermordung von Opfern des NS-Regimes im gleichnamigen Konzentrationslager. In Bergen-Belsen waren rund 72.000 Menschen ermordet worden, vor allem Juden, aber auch sowjetische Kriegsgefangene sowie Sinti und Roma.
An dem Festakt nahmen unter anderem Überlebende des Lagers, der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, teil. McAllister dankte den Vertretern der Verbände der Bergen-Belsen-Überlebenden, der jüdischen Gemeinschaft und den Verbänden der Sinti und Roma für enge Zusammenarbeit.
Kramer erklärte, es sei richtig und notwendig, dass Bergen-Belsen zu einem Symbol des Gedenkens geworden sei. In der jüdischen Welt und überall dort, woher die Opfer stammten, sei es ein fester Teil des kollektiven Bewusstseins. Auch in Deutschland bemühten sich zahlreiche Menschen guten Willens, an das Grauen zu erinnern und den Opfern ein ehrendes Gedenken zu bewahren. Allerdings, warnte Kramer, sei alles Gedenken nutzlos, wenn aus der Vergangenheit nicht die richtigen Lehren heute und für die Zukunft gezogen würden.
zu