12. Jahrgang Nr. 10 / 31. Oktober 2012 | 15. Heshvan 5773

Gratuliert

In der letzten Septemberwoche hat das Zentrum der Jüdischen Gemeinde Mannheim sein fünfundzwanzigjähriges Jubiläum gefeiert. Die Jubiläumsfeier fand unter der Schirmherrschaft von Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz statt. Zu den Gästen, die von der Gemeindevorsitzenden Schoschana Maitek-Drzevitzky begrüßt wurden, gehörte auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann.
In seiner Ansprache betonte Dr. Graumann, das Jubiläum des Gemeindezentrums sei ein Anlass zur Freude nicht nur für die Mannheimer Gemeinde, sondern für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland als Ganzes. Auf den Namen des Gemeinde-Jugendzentrums, Or Chadasch (neues Licht) eingehend, erklärte der Zentralratspräsident, von dem Jugendzentrum gehe ein neues Licht aus, das die junge Generation hell in die Zukunft tragen werde.
Die ersten jüdischen Familien haben sich im 17. Jahrhundert in Mannheim angesiedelt. Vor der Machtergreifung durch die Nazis lebten rund 7.000 Juden in der Stadt. Unter der NS-Herrschaft wurde ein Großteil der jüdischen Stadtbewohner in die Emigration gezwungen. Viele der verbliebenen Gemeindemitglieder wurden von dem NS-Regime ermordet. Heute hat die Gemeinde rund 500 Mitglieder. Das Gemeindezentrum hat sich zu einer wichtigen Begegnungsstätte entwickelt. Die Synagoge gilt als ein Meisterstück architektonischer Kunst.
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