Kurz-Biographien der Redner

  • Hans-Werner Bartsch: ist seit Oktober 2009 Bürgermeister und zweiter Stellvertreter des Oberbürgermeisters von Köln. Der CDU-Politiker gehört seit Oktober 1999 dem Rat der Stadt an. Der Diplomingenieur arbeitet bei einem großen Energieversorger.
  • Steven Burg : ist Geschäftsführer der Union of Orthodox Jewish Congregations of America, einer der ältesten und größten Organisationen orthodoxer Juden in den USA. Die Orthodox Union unterhält rund 800 Synagogen und organisiert Jugendprogramme. Rabbiner Burg arbeitet seit mehr als 20 Jahren für die Orthodox Union und gründete die Jewish Student Union, ein Netzwerk von 250 Clubs an öffentlichen High Schools.
  • Dayan Chanoch Ehrentreu: ist seit 2009 Rektor des Rabbinerseminars zu Berlin. Er wurde 1932 in Frankfurt a.M. als Sohn des Rektors der bekannten Talmudhochschule Breuer Yeshiva geboren. Nach zwischenzeitlicher Inhaftierung des Vaters im KZ Dachau floh die Familie 1939 nach England. Dort studierte Dayan Ehrentreu an den Talmudhochschulen Sunderland und Gateshead. Im Anschluss leitete er selbst 18 Jahre lang das von ihm selbst gegründete Institut für höhere Talmudstudien Sunderland Kollel. Er diente viele Jahre als Oberhaupt des Rabbinischen Gerichtshofes in Manchester und später auch in London. Zur Zeit ist er auch Oberhaupt des Rabbinischen Gerichtshofes der Europäischen Rabbinerkonferenz sowie als Leiter des Edgeware Kollel tätig.
  • Jaron Engelmayer: ist seit 2008 Gemeinderabbiner der Kölner Synagogen-Gemeinde, und ist Vorstandsmitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands. 1976 in Zürich geboren, ist Engelmayer einer der jüngsten Gemeinderabbiner in Deutschland. Seine Ausbildung absolvierte er am Rabbinerseminar in Ma´ale Adumim (Israel). Parallel dazu schloss er eine Ausbildung zum Religionslehrer ab. An der Lauder-Choref-Midrascha der Ronald S. Lauder Foundation in Frankfurt a. M. arbeitete Engelmayer als Lehrer. Bevor er nach Köln kam, betreute er drei Jahre die jüdische Gemeinde in Aachen.
  • Dieter Graumann: ist seit November 2010 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.1950 wurde er als Sohn von Holocaust-Überlebenden, die kurz zuvor in Israel eingewandert waren, in Ramat-Gan bei Tel-Aviv geboren. Als ihr Sohn anderthalb Jahre alt war, kehrten die Eltern nach Europa zurück, zuerst nach Frankreich und dann nach Deutschland. Nach einem Studium der Volkswirtschaftslehre promovierte Graumann in Frankfurt am Main. Zunächst arbeitete er für die Deutsche Bundesbank und gründete dann eine Liegenschaftsverwaltung, die er bis heute führt. 1995 wurde er Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, 2001 Mitglied des Präsidiums des Zentralrats der Juden in Deutschland, 2006 Vizepräsident.
  • Michael Grünberg: ist Vorsitzender der Gemeinde in Osnabrück und gründete 2011 den Bund Traditioneller Juden. Der BTJ ist ein eingetragener Verein mit etwa 9.000 Mitgliedern. Er gehört dem Zentralrat der Juden in Deutschland an und wird von ihm finanziell unterstützt. Michael Grünberg ist zudem Kuratoriumsmitglied des Rabbinerseminars zu Berlin.
  • Ronald S. Lauder: Der 1944 in New York geborene Unternehmer ist seit 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses und gründete 1987 die Ronald S. Lauder Foundation. Die Stiftung finanziert jüdische Bildungseinrichtungen in aktuell 16 Ländern. In Deutschland unterstützt sie das Rabbinerseminar zu Berlin sowie die jüdische Lauder-Morijah-Grundschule in Köln. Außerdem finanziert sie seit 1998 das europäische Büro der Anti Defamation League in Wien.
  • Abraham Lehrer: ist Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Köln und Vorstandsvorsitzender der Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland. Er wurde 1954 als Kind von Holocaust-Überlebenden in New York geboren, kehrte aber bereits als Säugling nach Deutschland (Köln) zurück. 1987 wurde er Gemeinderat in der Synagogen-Gemeinde Köln, seit 1995 ist er dort auch Vorstand. Hauptberuflich ist Lehrer Geschäftsführer eines Softwareunternehmens.
  • Guido Westerwelle: ist seit Oktober 2009 Bundesaußenminister. Der FDP-Politiker wurde 1961 in Bad Honnef geboren. Nach Abitur, Studium und Promotion arbeitete er als Rechtsanwalt in Bonn. Seit 1996 gehört er dem Deutschen Bundestag an. Von 1994 bis 2001 war Westerwelle FDP-Generalsekretär, anschließend zehn Jahre lang Bundesvorsitzender der Partei.