12. Jahrgang Nr. 7 / 27. Juli 2012 | 8. Aw 5772

Initiative

Der Zentralrat der Juden in Deutschland baut seine Umweltinitiative „Jews Go Green“ konsequent aus. Im Rahmen des neuen Programms wird der Zentralrat die jüdische wie die allgemeine Öffentlichkeit über die Verbindung zwischen dem Judentum und dem Umweltschutz einschließlich der Umsetzung des Umweltschutzgedankens im jüdischen Leben unterrichten. „Wir wollen nicht nur eine breite Palette von Informationen veröffentlichen, sondern das Thema vor allem der Jugend durch Seminare und Veranstaltungen näherbringen“, erklärte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan J. Kramer, gegenüber der „Zukunft“. Dabei werde auch die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen angestrebt. Ein konkretes Beispiel sei eine im Juni in Jena durchgeführte Aktion, bei der sich junge Mitglieder der jüdischen Gemeinden in Bamberg und Leipzig sowie Teilnehmer von Greenpeace Jena und der „Jugend-Umweltbildung Thüringen“ zu einer Radtour mit Besuch eines Gemüse-Ökohofs trafen. Dort hörten die Besucher unter anderem einen rabbinischen Vortrag zum Thema „Ökologie und Judentum“. „Wir möchten“, so Kramer, „dass die jüdische Gemeinschaft einen erkennbaren Beitrag zum Umweltschutz in Deutschland leistet.“ Zahlreiche Juden seien jetzt schon im Umweltschutz aktiv. Mit „Jews Go Green“ werde ihnen eine eigene Plattform geboten. In den kommenden Monaten, fügte er hinzu, seien im Rahmen der neuen Initiative weitere Maßnahmen geplant.
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