12. Jahrgang Nr. 5 / 31. Mai 2012 | 10. Siwan 5772

Stimmen zum Tod von Arno Lustiger

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann:

„Lustiger hat den jüdischen Widerstand in der Zeit der Schoa dem Vergessen entrissen, das wird für alle Zeit die große Lebensleistung von Arno Lustiger bleiben."

Bundestagspräsident Norbert Lammert:

„Dass er nach dem Krieg gemeinsam mit anderen die Jüdische Gemeinde in Frankfurt wiedergegründet und damit in einer schwierigen Zeit ein bedeutendes Zeichen der Hoffnung gesetzt hat, werden wir nicht vergessen."

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier:

„Die dunkelste Epoche unserer Geschichte hat Arno Lustiger als Zeitzeuge auf kluge und tiefgründige Art und Weise beleuchtet. Wir trauern um einen charismatischen Aufklärer."

Die Frankfurter Oberbürger­meisterin Petra Roth (CDU):

„Arno Lustiger war ein bedeu­tender Historiker, der sich um die Erinnerungskultur in Deutschland verdient gemacht hat".

Der designierte Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD):

„Arno Lustiger war ein bescheidener Mensch, sehr angenehm im Umgang mit anderen. Er hatte nichts Großspuriges."

Der Frankfurter Gemeinderabbiner Menachem Klein:

„Arno Lustiger war ein stolzer Jude, der nicht den Kopf sinken ließ trotz der Schoa. Er war wirklich sehr stolz."

Das Internationale Auschwitz-Komitee:

„Er hat als Zeuge die Wahrheit über die Geschichte von Auschwitz und den Holocaust an die Menschen in Deutschland und Europa weitergegeben."