12. Jahrgang Nr. 3 / 30. März 2012 | 7. Nissan 5772

Amtseinführung

Am 4. März wurde in der Oldenburger Synagoge Rabbiner Tobias Jona Simon feierlich in sein Amt als Rabbiner des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen eingeführt. Bei der im Beisein zahlreicher Ehrengäste stattfindenden Feier war der Zentralrat der Juden in Deutschland durch seinen Generalsekretär Stephan J. Kramer vertreten.
Rabbiner Simon ist ebenso wie seine Ehefrau, die Oldenburger Gemeinderabbinerin Alina Treiger, Absolvent des Abraham Geiger Kollegs, das nichtorthodoxe Rabbinatskandidaten ausbildet. Von den insgesamt sieben Rabbinern, die in den beiden jüdischen Landesverbänden von Niedersachsen amtieren, haben bislang vier ihr Rabbinerdiplom, die Smicha, am Abraham Geiger Kolleg erworben.
Simon wurde von dem Kolleg im November 2011 ordiniert. Mit seiner Amtseinführung wurde er jetzt vom niedersächsischen Landesrabbiner Jonah Sievers offiziell damit betraut, jüdische Gemeinden in Göttingen, Hameln und Hildesheim rabbinisch zu betreuen. Rabbiner Simon wird außerdem am Leo-Trepp-Lehrhaus der Jüdischen Gemeinde Oldenburg unterrichten.
Der Rabbiner wurde 1978 in Bielefeld geboren und wuchs in Gran Canaria auf. Er studierte Romanistik und Judaistik an den Universitäten Sevilla/Spanien und Bielefeld. Anschließend wechselte er zum Abraham Geiger Kolleg nach Potsdam. In seiner Magisterarbeit setzte er sich mit dem Kleiderzerreißen im Trauerfall auseinander, einem Brauch, der schon in der Tora erwähnt wird.
hpk