12. Jahrgang Nr. 2 / 24. Februar 2012 | 1. Adar 5772

„Was ich immer schon wissen wollte...“

Glossar mit Begriffen des Judentums – von Rabbiner Dr. Joel Berger

ELUL (hebräisch):

im jüdischen Kalender der letzte Monat vor dem Neujahrsfest Rosch Haschana. Elul fällt zumeist in die Zeit Ende August/September. Er ist der Buße und Umkehr vor den Höchstfeiertagen gewidmet. Aus diesem Grunde erklingt in den Synagogen nach dem täglichen Morgeng-ttesdienst der Schofar, außer am Schabbat.

EMET (hebräisch):

„wahr“, „Wahrheit“, „wahrhaftig“. Emet kann vielerlei Bedeutungen haben. Es bezeichnet unter anderem ein Wesensmerkmal G-ttes, da man sich auf Ihn verlassen kann. So wie G-tt einzig ist, so besitzt auch das Wort Emet keinen Plural, da es nur eine Wahrheit geben kann. Der Gegensatz zu Emet ist: Irrtum, Unwissen oder Lüge.

ERETZ (hebräisch):

Land. Beispielsweise Eretz Mitzrajim (in der Tora: Ägyptenland). Im rabbinischen beziehungsweise altertümlichen Hebräisch wird Deutschland oft als „Eretz Aschkenas“ bezeichnet (Modernhebräisch: Germania). Mit dem vorangestellten bestimmten Artikel „Ha“ – also Ha-Aretz – ist aber Israel gemeint: DAS Land. Im Hebräischen wandert ein Jude nicht in Israel ein, sondern „steigt hinauf in das Land“ (ole Artza).