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Statement von Dr. Dieter Graumann zur Veröffentlichung von „Mein Kampf“:
"Ich kann wirklich gut und sehr gerne auf die Veröffentlichung dieses wirren, durch und durch von Antisemitismus und Hass getränkten Buch verzichten.
Bei dem Gedanken, dass Adolf Hitler zum Bestseller wird, wird mir regelrecht übel.
Und wer mit Hitler Umsatz machen will, kann uns ganz sicher niemals an seiner Seite haben. Außerdem darf der Kiosk nicht zur neuen Brutstätte von Nazis werden.
Dass das Buch grottenschlecht geschrieben ist, bedarf auch keinerlei Beweise mehr:
„Mein Kampf" liegt zwischen Mist und Mystik.
Traurige Realität ist jedoch, dass man das Buch bereits jetzt relativ einfach im Internet erhalten kann. Wenn man es denn dann also überhaupt lesen muss, dann doch schon lieber im Rahmen einer parallel laufenden kritischen Kommentierung.
Hier können die Macher von „Zeitungszeugen" gerade auch von sich selbst für ihr jetziges Format lernen.
Alles in allem hoffe ich, dass die Nazischriften dann als so bösartig und zynisch entlarvt werden, wie sie nun einmal sind – und dass wir alle die richtigen Lehren für unser Handeln heute daraus ziehen können: Dass das Bekämpfen von Antisemitismus und Rassismus nicht mehr nur zur Pflicht, sondern zur reinen Selbstverständlichkeit wird."