11. Jahrgang Nr. 10 / 28. Oktober 2011 – 30. Tischri 5772

Kraft der Freundschaft

Der Zentralrat der Juden in Deutschland war Mit-Schirmherr des 2. Israel-Kongresses in Frankfurt

Am 23. Oktober haben Israels Freunde in der Bundesrepublik eindrucksvoll Flagge gezeigt. Anlass war der 2. Israel-Kongress in Frankfurt am Main. Bei der Veranstaltung der „I Like Israel"-Bewegung (ILI) kamen in der Mainmetropole rund 3.000 Menschen zusammen, um ihre Solidarität mit Israel zu bekunden. Der Kongress stand unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, des israelischen Botschafters in der Bundesrepublik, Yoram Ben-Zeev und der Unternehmerin Regine Sixt.
Das Programm umfasste politische Reden, Workshops sowie Informationsstände proisraelischer Vereine und Nichtregierungsorganisationen. Es ging aber um mehr als nur Politik: Bei einem einzigartigen Treffen der Herzen, die im selben Takt schlugen – für Israel - konnte man sich in unbelasteter Atmosphäre austauschen. Dieses Treffen", fasste Dr. Graumann vor den Teilnehmern zusammen „ist eine pure Infusion an Stärke. Ein Gefühl von Gemeinschaft, Gemeinsamkeit und Zusammenhalt – denn Israel zu verteidigen, ist nach wie vor wichtig und unverzichtbar." Bereits m Vorfeld des Kongresses hatte Graumann die starke Bindung der jüdischen Gemeinde in Deutschland mit dem jüdischen Staat betont „Das Band zwischen der jüdischen Gemeinschaft und Israel", erklärte er „wird niemals an Stärke verlieren. Denn es besteht aus einem ganz besonderen Stoff: der jüdischen Seele. Daher gilt für immer: Israel liegt uns im Sinn und am Herzen." Dr. Graumann forderte auch deutsche Wirtschaftsunternehmen auf, ihren Handel mit dem den Terrorismus unterstützenden Iran einzustellen.
Natürlich reicht der Kreis der Freunde Israels weit über die jüdische Ge-meinschaft hinaus – so auch beim Frankfurter Kongress. Der Innenminister des Landes Hessen, Boris Rhein erzählte von seiner persönlichen Israel- Erfahrung und Dr. Theo Zwanziger, der Präsident des Deutschen Fußballbundes, von seiner besonderen Verbindung zu dem Staat. Der Frankfurter Stadtkämmerer Uwe Becker betonte zudem: „Jeder, der Israel den Krieg erklärt, erklärt auch Frankfurt und Deutschland den Krieg!"
Diese Demonstration der Freundschaft wusste der israelische Vize-Außenminister Danny Ayalon zu schätzen. Der Gast aus Jerusalem zeigte sich dankbar über die breite Unterstützung für Israel: „Wir sehen Deutschland als besten Freund Israels in Europa, und wenn ich diesen großen Zuspruch hier sehe, dann weiß ich, es gibt große Hoffnung, dass sich auch künftig nichts an den positiven deutsch-israelischen Beziehungen ändert", so Ayalon.
Der Organisator des Kongresses, ILI-Vorsitzender Sascha Stawski, betonte die nachhaltige Wirkung der Veranstaltung. Der Kongress biete die Chance, neue Netzwerke zu bilden und für künftige Projekte auszubauen. Auch in Zukunft möchten er und seine Mitstreiterin Claudia Korenke von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt weitere Pro-Israel-Events organisieren. Das nächste Ziel ist ein europaweiter Israel-Kongress.
Jenseits der Kerninhalte bot die Veranstaltung auch ein attraktives Rahmenprogramm. Bereits am Vortag konnten sich vor allem angereiste Gäste über einen informativen Tag zum jüdischen Leben in Frankfurt mit anschließender Party freuen. Die Verleihung der ILI-Ehrenmitgliedschaft an den Schriftsteller und Publizisten Ralph Giordano bildete einen weiteren wichtigen Akzent des Kongresses. Das Highlight der Unterhaltung stellte der Auftritt des israelischen Star-Sängers Dudu Fischer dar. Ein Gewinn für den Kongress war auch die Moderatorin Melody Sucharewicz, die eloquent und sympathisch durch das gesamte Programm führte.
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