11. Jahrgang Nr. 9 / 23. September 2011 – 24. Elul 5771

„Was ich immer schon wissen wollte...“

Glossar mit Begriffen des Judentums von Rabbiner Dr. Joel Berger

Chumasch (Hebräisch)

Die fünf Bücher Mose, die Tora. (Weisung, Lehre) Auch „Tora Schebechtaw“ genannt - die schriftliche Weisung, die dem jüdischen Volk nach dem Auszug aus Ägypten am Berge Sinai offenbart wurde. Die gesamte Tora ist von Moses und seinem Nachfolger Jehoschua niedergeschrieben worden. Die Tora stellt den ersten Teil des Tanach (hebräische Bibel) dar. Davon zu unterscheiden ist die „Tora Schebealpe“ (die mündliche Weisung), die erst am Ende der talmudischen Ära schriftlich fixiert wurde. Die meisten Chumasch-Ausgaben sind mit frühen und späteren Kommentaren ergänzt worden. Das im Jahre 1616 auf Jiddisch veröffentlichte „Ze’eno u’Reeno“ („kommt und sehet“) für die des Hebräischen weniger mächtigen jüdischen Frauen entstand aus Tora- und Midrasch-Paraphrasen (Exegese). Dieses Buch, das uns als Erbauungsliteratur bis heute erhalten geblieben ist, wurde „Tajtsch-Chumesch“ genannt. (Tajtsch oder Dajtsch = „Jiddisch“ beziehungsweise „Übertragung, Übersetzung“).

CHUPPA (Hebräisch)

Hochzeitsbaldachin. Unter diesem wird das Brautpaar getraut. „Chuppa und Kidduschin“ wird auch die Hochzeitszeremonie insgesamt genannt.