11. Jahrgang Nr. 9 / 23. September 2011 – 24. Elul 5771

Fonds

Am 1. September hat der von der Bundesregierung finanzierte und von der Claims Conference verwaltete neue „Entschädigungsfonds für NS-Verfolgte" (offizieller englischer Name: Holocaust Victim Compensation Fund oder kurz: HVCF) seine Tätigkeit aufgenommen. Der HVCF leistet Einmalzahlungen in Höhe von 1.900 Euro an jüdische NS-Verfolgte, die in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Estland, Ungarn, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, der Slowakei oder Slowenien leben. Anspruchsberechtigt sind Personen, die auf Grund der Verfolgung Freiheitsentziehung oder Freiheitsbeschränkung erlitten hatten oder sich der Verfolgung durch Flucht vor den Besatzungstruppen entziehen konnten. Ebenfalls leistungsberechtigt sind Personen, die von September 1941 bis Januar 1944 in Leningrad lebten oder in dieser Zeit von dort flüchteten. Weitere Voraussetzung ist, dass der Antragsteller oder die Antragstellerin keine Leistungen auf Grund einer Reihe anderer Entschädigungsgesetze und –regelungen erhalten haben oder erhalten. Weiterführende Informationen sind im Internettauftritt der Claims Conference zu finden (www.claimscon.org/hvcf).
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