11. Jahrgang Nr. 5 / 27. Mai 2011 – 23. Ijjar 5771

Initiative

Verband der Veteranen und Gefangenen regt die Errichtung von Gedenkstätten für Holocaustopfer und jüdische Kriegstote an

Der Bundesverband der Veteranen, Ghetto- und KZ-Gefangenen sowie der Überlebenden der Leningrader Blockade hat die Errichtung von Gedenkstätten für Holocaustopfer und jüdische Kriegsgefallene in Deutschland angeregt. Nach einer Erklärung des Verbandes sollen die Gedenkstätten an allen jüdischen Friedhöfen in der Bundesrepublik errichtet werden. Bestehende Gedenkstätten sollten renoviert und modernisiert werden.

Die Ehrung der Holocaustopfer und der jüdischen Kriegstoten sei ein Gebot des Gewissens. In einem Aufruf an die jüdischen Gemeinden plädierte der Verband für ein mit Stadtverwaltungen abgestimmtes Programm zur Errichtung der anvisierten Gedenkstätten. Die Projekte müssten im Rahmen eines Wettbewerbs ausgeschrieben werden und einen zentralen Platz auf dem jeweiligen Friedhof einnehmen. Damit soll die Trauer um die Opfer zum Ausdruck gebracht werden. Gleichzeitig regte der Bundesverband eine Aktion zum Aufbringen privater und institutioneller Spenden zur Finanzierung des Vorhabens an.

Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, hat die Gedenkinitiative begrüßt. „Es ist richtig und wichtig“, so Kramer gegenüber der Zukunft, „dass wir die Ermordeten und die Gefallenen unseres Volkes dort, wo einzelne Gemeindemitglieder um ihre verstorbenen Familienangehörigen trauern, ehren und sie in unser kollektives Gedenken aufnehmen. Die jüdischen Märtyrer und Helden sind und bleiben für immer Teil unseres kollektiven Bewusstseins.“
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