11. Jahrgang Nr. 5 / 27. Mai 2011 – 23. Ijjar 5771

Courage

Verleihung des Paul-Spiegel-Preises für Zivilcourage 2011, Dr. Josef Schuster, Dr. Dieter Graumann, Birgit und Horst Lohmeyer und Prof. Dr. Salomon Korn (v. li. n. re.)
Verleihung des Paul-Spiegel-Preises für Zivilcourage 2011, Dr. Josef Schuster, Dr. Dieter Graumann, Birgit und Horst Lohmeyer und Prof. Dr. Salomon Korn (v. li. n. re.)

Am 12. Mai zeichnete der Zentralrat der Juden in Deutschland bei einer Festveranstaltung in Schwerin das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer mit dem Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage aus. Das Ehepaar Lohmeyer setzt sich gegen rechtsextremistische Tendenzen an ihrem Wohnort, dem unweit von Wismar gelegenen Dorf Jamel, ein. Bei der Preisverleihung würdigte Zentralratspräsident Dr. Dieter Graumann die Tätigkeit Preisträger und erklärte, was die Lohmeyers leitseten und dabei durchzuhalten hätten, sei außergewöhnlich. Allerdings müsse der Staat entschlossen intervenieren, wenn die Freiheit in Gefahr sei. „Wie kann es sein", klagte Dr. Graumann, „dass in einem Dorf in Deutschland die Neonazis das Sagen haben? Wie kann es sein, dass zwei aufrechte Menschen in diesem Dorf quasi alleine stehen?" Dr. Graumann erneuerte seine Forderung, ein neues Verbotsverfahren gegen die NPD einzuleiten. Der Paul-Spiegel-Preis wird in Erinnerung an den früheren Zentralratspräsidenten Dr. h.c. Paul Spiegel sel. A. und dessen unermüdliches Engagement gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus sowie seinen Einsatz für eine starke Bürgergesellschaft verliehen.

zu

Zukunft 11. Jahrgang Nr. 5
Zukunft 11. Jahrgang Nr. 5