11. Jahrgang Nr. 4 / 29. April 2011 – 25. Nissan 5771

Nachrichten

Raumfahrt

Ende März haben zwei ungleiche Partner einen Rahmenvertrag über Kooperation im Bereich der Raumfahrt unterzeichnet: die Weltall-Großmacht Russland und das kleine Israel. Das Abkommen wurde in Jerusalem vom Direktor der russischen Raumfahrtagentur Rosskosmos, Anatolij Perminov, und seinem israelischen Amtskollegen Zvi Kaplan von der „Sochnut ha-Chalal ha-israelit“ (israelische Raumfahrtagentur) im Beisein von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Wissenschaftsminister Daniel Hershkovitz und dem russischen Botschafter in Israel, Pjotr Stegny, unterzeichnet. Mit dem Abkommen sollen die bestehenden Beziehungen zwischen den beiden Raumfahrtagenturen ausgebaut werden.
Auf den ersten Blick mutet es etwas ungewöhnlich an, dass Russland mit seiner langen und breit gefächerten Erfahrung im Bereich der Raumfahrt und der Weltallforschung glaubt, von der Zusammenarbeit mit dem Winzling Israel profitieren zu können. Israel hat bisher nur eine kleine Zahl von Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht und hat keinerlei Erfahrung mit eigenen bemannten Weltall-Missionen. Indessen hat das israelische Raumfahrtprogramm auch Nischen besetzt, die selbst für Russland von Interesse sein können. Beispielsweise hat sich Israel auf den Bau leichter Satelliten spezialisiert. Im Rahmen des neuen Abkommens werden Projekte auf Gebieten wie Erdfernabtastung, Planetenforschung und Weltallmedizin anvisiert. Wie Wissenschaftsminister Hershkovitz erklärte, ist es für Israel eine große Ehre, dass Russland, eine Pioniernation der Raumfahrt, Interesse an israelischer Technologie in diesem Bereich habe.
wst

Spenden für den Karmel-Wald

Am 22. Mai sind die Bürger von Hof aufgerufen, Israels Natur zu helfen. An diesem Tag richten die Israelitische Kultusgemeinde und die SPD der bayerischen Stadt einen Israel-Tag aus. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Möglichkeit, für die Wiederaufforstung des Karmel-Waldes in Nordisrael zu spenden. Schirmherrin des auf Initiative des IKG- wie SPD-Mitglieds Motl Cymbalista zustande kommenden Israel-Tages ist die Oberbürgermeisterkandidatin der SPD, Eva Döhla; IKG-Vorstand Baruch Köhler wird ein Grußwort sprechen. Der Jüdische Nationalfonds (KKL) wird mit einem Stand vertreten sein. Ferner können in einem Israel-Laden israelische Produkte gekauft werden, wobei der Erlös der Wiederaufforstungsaktion zugute kommt.
Der Karmel-Wald wurde Anfang Dezember 2010 durch einen außer Kontrolle geratenen Flächenbrand weitgehend zerstört. Die Katastrophe forderte 42 Menschenleben. Die Wiederaufforstung des Karmel-Gebirges wurde in Israel zu einem Prioritätsprojekt erklärt.
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