11. Jahrgang Nr. 3 / 25. März 2011 – 19. Adar II 5771

Nachrichten

Hilfe

Nach der schweren Naturkatastrophe, die Japan heimgesucht hat, drückte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, in einem Schreiben an Botschafter Japans in Berlin, Dr. Takahiro Shinyo, seine aufrichtige Anteilnahme und tief empfundenes Beileid aus und brachte die Hilfsbereitschaft der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland zum Ausdruck.
„Unsere Gedanken“, betonte der Zentralratspräsident, „sind bei den Angehörigen der Opfer, bei den Verletzten und Verschollenen und allen Menschen, die sich in diesen Tagen einer ungewissen Zukunft gegenübersehen.“ Die schrecklichen Konsequenzen des Erdbebebens und des nachfolgenden Tsunamis, insbesondere die durch das Erdbebeben ausgelöste Nuklearkatastrophe erschütterten die Menschen in Japan und auf der ganzen Welt. „Angesichts der globalen Auswirkungen der Katastrophe“, führte Dr. Graumann aus, „begreifen wir in diesen Tagen, wie nah zusammengerückt, wie klein die Welt heute geworden ist und wie groß unsere gemeinsame Verantwortung.“
Die jüdische Gemeinschaft, betonte der Präsident des Zentralrats, stehe solidarisch an der Seite Japans und werde wird ihren Beitrag dazu leisten, um in dieser schweren Zeit Unterstützung und Hilfe für Japan und seine Menschen zu ermöglichen. Informationen über Spendenkonten zugunsten der Erdbebenopfer in Japan können auf der Internetseite des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) aufgerufen werden.
http://www.dzi.de/downloads/DZI-Spenden-Info-Erdbeben-und-Tsunami-Japan-3.pdf
zu

Studium

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland und der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland bietet die Fachhochschule Erfurt ab Sommersemester 2011 erneut ein Studium der Sozialarbeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jüdischer Gemeinden, Einrichtungen und Organisation an. Im Rahmen des überwiegend vom Zentralrat finanzierten Studiums können die Studenten berufsbegleitend den Bachelor-Abschluss in Sozialer Arbeit erwerben. Das Studienprojekt dauert insgesamt acht Semester, wobei das siebte Semester Praxis- und das achte Semester Prüfungssemester ist. Die wissenschaftliche Leitung des Projektes liegt in den Händen von Prof. Dr. Esther Weitzel-Polzer und Prof. Dr. Doron Kiesel.
Der erste Studienkurs hatte im April 2007 begonnen; im August 2010 konnte 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei einer in Erfurt abgehaltenen Zeremonie - im Beisein der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht - der B.A.-Titel in Sozialer Arbeit mit Schwerpunkt jüdische Sozialarbeit verliehen werden.
Bewerbungsschluss ist der 30. April 2011. Weitere Informationen und die Bewerbungsunterlagen können unter www.fh-erfurt.de/soz/so/juedische-sozialarbeit aufgerufen werden.
Susanne Stribrny