11. Jahrgang Nr. 1 / 28. Januar 2011 – 23. Schwat 5771

Nachrichten

Siegerehrung

Der Zentralrat der Juden in Deutschland und der Bundesverband der Veteranen, Ghetto- und KZ-Gefangenen sowie der Überlebenden der Leningrader Blockade werden zum kommenden Jahrestag des Sieges über den Nationalsozialismus im Mai 2011 eine Delegation ehemaliger jüdischer Kriegsteilnehmer nach Moskau entsenden. Das wurde zwischen dem Generalsekretär des Zentralrats, Stephan J. Kramer, und dem Vorstandvorsitzenden des Veteranenverbandes, Petro Feldman, vereinbart. Mit der vom Zentralrat geförderten Delegationsreise von Veteranen der Roten Armee teilnehmen, die heute in der Bundesrepublik leben, soll der Beitrag jüdischer Soldaten zur Befreiung Europas im Jahre 1945 gewürdigt werden. Die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges findet auf Einladung der zuständigen russischen Stellen statt.
Ferner plant der Zentralrat ein Seminar für Kriegsveteranen, das in Berlin stattfinden wird. Zu der Veranstaltung werden auch Vertreter der russischen und der ukrainischen Botschaft eingeladen. Darüber hinaus setzt sich der Zentralrat für die Einbeziehung von Veteranen in jüdische Jugendarbeit in Deutschland ein. Durch die Begegnung mit jüdischen Kriegsteilnehmern soll die heute heranwachsende Generation mit dem Siegesbeitrag und den Opfern jüdischer Kämpfer im Zweiten Weltkrieg vertraut gemacht werden.
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Förderung

Der Zentralrat der Juden in Deutschland wird die Errichtung des geplanten Zentrums bucharischer Juden in Hannover fördern. Das hat das Präsidium des Zentralrats beschlossen. In Hannover ist eine bucharische Gemeinde – mit vollem Namen Jüdisch-sefardisch-bucharische Kulturelle Religionsgemeinde- tätig, die sich der Pflege der jüdisch-bucharischen Tradition widmet. Durch den Aufbau des Zentrums erhält die Arbeit der bucharischen Gemeinde wichtige neue Impulse.
Die bucharische Gemeinde gehört dem Landesverband jüdischer Gemeinden in Niedersachsen an. Die Errichtung eines Gemeindezentrums wird vom Landesverband und dessen Vorsitzendem, Michael Fürst, unterstützt. In der Bundesrepublik leben rund 400 bucharische Juden.
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Museum

Im Januar fand im Skopje eine Sitzung des Internationalen Beirats des in der mazedonischen Hauptstadt kurz vor der Eröffnung stehenden Holocaust-Museums statt. Bei der Sitzung wurde über Inhalte und Ausgestaltung des Projekts beraten. An der Beratungen nahm auch der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer teil. Kramer ist Mitglied des Internationalen Beirats. Aktueller Planung zufolge wird das Museum im März 2011 eröffnet. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebten in Mazedonien 7.800 Juden. Nur 200 von ihnen überlebten den Holocaust.
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