10. Jahrgang Nr. 12 / 17. Dezember 2010 – 10. Tewet 5771

Nachrichten

Besuch

Ende November hielt sich Bundespräsident Christian Wulff zu einem Besuch in Israel und in den palästinensischen Autonomiegebieten auf. Wulff traf mit dem israelischen Präsidenten, Schimon Peres, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Oppositionsführerin Zipi Livni und Außenminister Avigdor Lieberman zusammen. Das deutsche Staatsoberhaupt besuchte auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Nach einem spontanen Beschluss kam Wulff auch mit den Eltern des entführten israelischen Soldaten Gil’ad Schalit, Aviva und Noam Schalit, zusammen. In Ramallah besprachen der Bundespräsident und der gastgebende Präsident der palästinensischen Nationalbehörde, Mahmoud Abbas, den nahöstlichen Nahost-Friedensprozess und die deutsche Unterstützung beim Aufbau staatlicher Strukturen in den palästinensischen Autonomiegebieten.
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Erschütterung und Solidarität

Mit Erschütterung hat die jüdische Gemeinschaft auf die Waldbrandkatastrophe im Karmelgebirge reagiert. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Dieter Graumann, brachte tief empfundene Trauer über die 42 Todesopfer zum Ausdruck und bekundete die Solidarität der in der Bundesrepublik lebenden Juden mit Israel. Dr. Graumann würdigte auch die umfangreiche internationale Hilfe bei der Brandbekämpfung. Als unmittelbare Hilfeleistung hat der Zentralrat eine Geldspende an den Jüdischen Nationalfonds überwiesen und auch die jüdischen Gemeinden zu Spenden aufgerufen. In Israel selbst ist nach dem verheerenden Brand eine Debatte über die seit Jahren unzureichende Ausstattung der Feuerbekämpfungs- und Bergungsdienste angelaufen.
zu/wst