10. Jahrgang Nr. 11 / 30. November 2010 – 23. Kislev 5771

Nachrichten

Ehrung

Der ehemalige langjährige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Duisburg- Mülheim-Oberhausen, Jacques Marx, wurde mit den Ehrenringen der drei Städte ausgezeichnet. Die Verleihungszeremonie fand am 3.11.2010 im Beisein von Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (Mühlheim), Oberbürgermeister Adolf Sauerland (Duisburg) und Oberbürgermeister Klaus Wehling (Oberhausen) im Mühlheimer Schloss Broich statt. Der Zentralrat wurde durch Generalsekretär Stephan J. Kramer vertreten. Marx, heute Ehrenvorsitzender der Gemeinde, wurde für seine Verdienste um den Aufbau des jüdischen Lebens, den interreligiösen Dialog und die Aussöhnung zwischen Juden und Nichtjuden geehrt. Auf seinen Wunsch wurde der materielle Gegenwert der Ringe, auf deren Prägung und Überreichung er verzichtete, als Spende zugunsten des Kindergartens der Gemeinde überreicht.
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Dialog

Am 3.11.2010 war der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, Gast der Jüdischen Gemeinde in Bochum. In einer Gesprächsrunde diskutierten zahlreich erschienene Gemeindemitglieder mit Kramer über aktuelle Fragen des jüdischen Lebens in Deutschland und über Integrationsprobleme. Ein zentrales Thema bildete dabei die Einbeziehung eines möglichst großen Teils der Gemeindemitglieder in das religiöse und kulturelle Leben der Gemeinden. Ferner erläuterte Kramer die Bemühungen des Zentralrats um angemessene behördliche Regelungen zugunsten der Zuwanderer und ging auch auf die dabei auftretenden Schwierigkeiten ein, etwa bei der sozialen Sicherung und bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse. Ebenfalls im November traf Kramer bei einem Besuch in Schwerin unter anderem mit dem Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern, Rabbiner William Wolff, und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern, Valerij Bunimow, zusammen. Kramer würdigte das Wirken des Landesverbandes und der beiden jüdischen Gemeinden des nördlichen Bundeslandes, Schwerin und Rostock. In einer anschließenden Stellungnahme bezeichnete der Generalsekretär den anhaltenden Dialog mit jüdischen Gemeinden als eine für den Zentralrat unverzichtbare Bereicherung seiner Arbeit.
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