10. Jahrgang Nr. 10 / 29. Oktober 2010 - 21. Heshvan 5771

Wie einst David

Auf der Suche nach neuen Nanomaterialien haben Forscher der Hebräischen Universität in Jerusalem Kupfersulfid mit dem Metall Ruthenium verbunden. Das Ergebnis waren hybride Nanopartikel mit viel versprechenden Eigenschaften für Wissenschaft und Technologie. Nicht weniger frappiert waren die Israelis aber von der Form des neuen Stoffes: Unter dem Elektronenmikroskop sehen die Partikel, jedes ein Tausend Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares, dem Davidstern verblüffend ähnlich aus. Wie sich nach eingehender Analyse herausstellte, bilden Kupfersulfid und Ruthenium winzige hexagonale Kristalle, die in der zweidimensionalen Ebene den Magen David nachbilden. Es handelt sich um die ersten bekannten Nanopartikel, die diese Kristallform bilden. Die Forscher glauben, dass die „Davidsternpartikel" für hochempfindliche Sensoren in der medizinischen Diagnostik und im Umweltschutz eingesetzt werden können. Darüber hinaus wird erforscht, ob sie sich als Fotokatalysatoren bei der Nutzung von Sonnenlicht zur Bildung ökogerechter Energiequellen eignen.