5. Jahrgang Nr. 5 / 27. Mai 2005 - 18. Ijar 5765

Tag des Sieges!

Festveranstaltung für Veteranen war großer Erfolg

„Dieser Tag des Sieges“ – so lautet der Titel des bedeutenden Liedes, dass an die Befreiung erinnert und in der Sowjetunion schon immer groß gefeiert wurde. In diesem Jahr waren die Veteranen, die jetzt in Deutschland leben, vom Weltkongress der russischsprachigen Juden, dem Zentralrat der Juden in Deutschland und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin am 8 Mai in die Berliner „Urania“ zu einer Gedenkfeier zum sechzigsten Jahrestag des Kriegsendes eingeladen worden. Und mit 800 Gästen, die alle gekommen waren, um diesen großartigen Abend der Sieger zu feiern, war der Saal, in dessen Hintergrund die Nachbildung des Berliner Reichstages als historischen Symbol zu erkennen war, bis zum allerletzten Platz mit hochdekorierten Ordensträgern und ihren Familien gefüllt. Allein 400 Veteranen und Überlebende der Schoa waren aus dem Ausland und ganz Deutschland angereist und standen im Mittelpunkt des Abends. Die erfolgreiche Gala war ein gelungener Mix aus historischen Filmausschnitten, Wochenschauen, Musik und vielen Reden. Besonders gelungen waren ohne Frage die Auftritte der aus Russland angereisten Schauspielerin Larisa Golubkina, des russisch-israelischen Opernsängers Yevgeni Shapovalov sowie das Berliner Skriptschenko Ensemble, das vor allem mit seinen alten Songs und musikalischen Klassikern die Senioren aus ihren Stühlen riss. Bevor schließlich das Büfett eröffnet wurde, bekamen 300 Veteranen als offizielle Auszeichnung für ihre Leistungen Medaillen der Moskauer Stadtverwaltung überreicht. Damit fühlten sie sich geistig ganz nahm bei ihren Landsleuten und den Teilnehmern der Feierlichkeiten im fernen Moskau. Bei allen Auszeichnungen, Ehrungen und Reden – Höhepunkt des Abends war für alle Teilnehmer die Tatsache, dass man in der neuen Heimat diesen wichtigen Feiertag endlich gemeinsam begehen konnte.
IL