10. Jahrgang Nr. 6 / 25. Juni 2010 – 13. Tammus 5770

Solidarität mit Israel

Vertreter des Zentralrats der Juden in Deutschland nahmen am 13. Juni an Solidaritätskundgebungen mit Israel teil. Bei der von der Jüdischen Gemeinde in Köln unter dem Motto „Fairplay für Israel“ veranstalteten Demonstration betonte der Vizepräsident des Zentralrats, Dr. Dieter Graumann, die Anwesenden setzten sich für Israels Existenzrecht ein. Israel sei das einzige Land der Welt, dessen Feinde es nicht besiegen, sondern vernichten wollten. Im Hinblick auf die nach der israelischen Operation gegen die so genannte Gasa-Hilfsflotte entbrannte antiisraelische Hetze erklärte Dr. Graumann, jede israelische Regierung müsse ihre Bürger schützen. Nachdem Israel Gasa vor fünf Jahren geräumt habe, habe die Hamas-Bewegung den Landstrich in eine Abschussrampe für auf Israel gerichtete Raketen verwandelt.
Auf der Solidaritätskundgebung in Berlin ging der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan J. Kramer, mit Israel-Kritikern ins Gericht, die sich als Kämpfer für Fortschritt und Gerechtigkeit tarnten, in Wirklichkeit aber aus antisemitischen Motiven handelten. Da sich ihr starker aber geleugneter Hass auf Juden entladen müsse, so Kramer, suchten sich die pseudoaufgeklärten Judenfeinde Israel als Objekt aus, das sie so behandelten, wie „klassische“ Antisemiten Juden behandelten. Scharfe Kritik übten beide Redner an der Linkspartei. Dr. Graumann kritisierte, die Israelpolitik der Partei werde von „Betonköpfen“ diktiert, während Kramer der Linkspartei vorwarf, ein Hort des Israelhasses zu sein.
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