08.04.2005

Raschijahr 2005 eröffnet

Mit einem Festakt in der Synagoge Worms ist am 14. April das „Raschijahr“ eröffnet worden. Von April bis Oktober 2005 gedenken Worms und das französische Troyes des 900. Todestages von Rabbi Salomon ben Isaak (1040-1105), genannt Raschi. Der gebürtige Franzose, der im berühmten Wormser Lehrhaus studierte, gilt bis heute als einer der bedeutendsten jüdischen Schriftgelehrten. Er war Lehrer und Bibelkommentator, an dessen Forschungen und Interpretationen der Heiligen Schrift und des Talmuds bis heute kein Gelehrter vorbei kommt. Seine Kommentare gehören in jeder hebräischen, traditionellen Toraausgabe zum Standard. Mit seinen klaren und zuweilen kritischen Interpretationen gelang es ihm, Tora und Talmud dem einfachen, studierwilligen Leser verständlich zu machen. Sein Leben und Werk stehen im Mittelpunkt des Gedenkjahres, das sich auch mit Raschis jüdischem Beitrag zur europäischen Kultur beschäftigt. Zum Auftakt des Raschijahrs 2005, das federführend von der Stadt Worms veranstaltet wurde und unter der Schirmherrschaft des Zentralrats der Juden in Deutschland steht, hielt Prof. Dr. Daniel Krochmalnik von der Hochschule für jüdische Studien Heidelberg den Festvortrag Raschi und der Holocaust von 1096. Dr. Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Oberbürgermeister Michael Kissel, sowie Prof. Dr. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, begrüßten die Gäste. Im musikalischen Rahmenprogramm waren die Sängerin Jalda Rebling und der Wormser Bachchor zu hören.Weitere Informationen zum Raschijahr finden Sie unter: www.worms.de...