10. Jahrgang Nr. 5 / 28. Mai 2010 – 15. Siwan 5770

„Was ich immer schon wissen wollte...“

Glossar mit Begriffen des Judentums – von Rabbiner Dr. Joel Berger

BIKKUR CHOLIM (Hebräisch)

Krankenbesuch. Auf Grund der Auslegung der Abraham-Erzählung aus dem 1.Buch Mose, Kap.18, gehört es zu unseren Grundpflichten, Kranke zu besuchen, ihnen Beistand zu leisten und sie mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu versorgen.

BIMA (Hebräisch)

Pult, Podium, Tisch für die Toravorlesung in der Synagoge. Wird auch Almemor (aus dem Arabischen al mimbar - das Pult - genannt. In gesetzestreuen und traditionellen Synagogen steht die Bima in der Mitte des Raumes.

BIRKAT HACHODESCH (Hebräisch)

Einsegnung des neuen hebräischen Monats vor seinem Beginn mit einem traditionellen Gebetestext während des Schabbat-Morgeng-ttesdienstes.

BIRKAT HAGOMEL (Hebräisch)

Segensspruch nach einer Errettung aus Lebensgefahr. Er erfolgt nach der Alija (Aufruf) zur Toralesung und wird von dem Geretteten oder einem Angehörigen gesprochen. Volkstümlich wird es auf Jiddisch „Gojmel Bentschen“ genannt.

BIRKAT HAKOHANIM (Hebräisch)

Priestersegen der Kohanim (4. Buch Mose 6:24-26) in den synagogalen G-ttesdiensten. Nach aschkenasischem Ritus findet er nur an Feiertagen, nicht jedoch am Schabbat statt. In Israel pflegt man diese Zeremonie jeden Tag durchzuführen. Volkstümlich wird er auch „Duchan“ (Hebräisch: Pult) genannt. In der Umgangssprache sagt man „Duchenen“.

BIRKAT HAMASON (Hebräisch)

Tischgebet. Nach jeder Mahlzeit, die mit dem Verspeisen von Brot oder Matza beginnt, findet am Ende das Tischgebet statt. Volkstümlich wird es auf Jiddisch „Bentschen“ genannt (ursprünglich aus dem Lateinischen bene dicere).