10. Jahrgang Nr. 3 / 26. März 2010 - 11. Nissan 5770

„Was ich immer schon wissen wollte...“

Glossar mit Begriffen des Judentums von Rabbiner Dr. Joel Berger

BA'AL TESCHUWA (Hebräisch)

„Herr der Umkehr". Ein Jude, der seine Verfehlungen bereut und seinen Lebenswandel ändert, um ein auf der Einhaltung der Gebote der Tora beruhendes Leben zu führen. Gemäß der Aussage des Talmuds (Berachot 34/2) sind diejenigen, die aus reinem Herzen umkehren, höher zu bewerten, als die Zaddikim, die Gerechten.

BAMIDBAR (Hebräisch: In der Wüste)

Bezeichnung des 4. Buches Mose. Unter Nichtjuden wird das Buch „Numeri" (Lateinisch: Zahlen oder Zählung)) genannt.

BAR KOCHBA (Aramäisch: Sternensohn)

Name der Befehlshabers des letzten großen Aufstandes gegen die römische Besatzung im Heiligen Land (131-135 nach der Zeitenwende). Der Name ist eine Anspielung auf den Toravers (4. Buch Mose, 24:17): „Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen". Rabbi Akiba betrachtete ihn als den kommenden Erlöser, Maschiach. Die Römer richteten ihn und Rabbi Akiba auf dem Scheiterhaufen hin.

BAR MITZWA (Hebräisch: Sohn des Gebots)

Mit dem Erreichen des 13. Lebensjahres wird der Junge Bar Mitzwah, d.h. er erreicht die religiöse Mündigkeit. Der Bar Mitzwah darf von da an zur Schriftlesung in der Synagoge aufgerufen werden und wird zum Minjan gezählt. Auch das Anlegen von Tefillin ist für ihn nunmehr verpflichtend.

BESSARI (Hebräisch: Fleischig)

In einem koscheren Haushalt werden fleischige und milchige Gerichte, Lebensmittel, sowie Teller und Besteck getrennt aufbewahrt. Dies geschieht auf Grund der rabbinischen Auslegung, die auf folgenden Toravers zurückgeht (5. Buch Mose, 14,21): „Du sollst nicht kochen das Böcklein in der Milch seiner Mutter." Da dieser Satz in der Tora dreimal vorkommt, gilt er als besonders wichtig.