10. Jahrgang Nr. 2 / 26. Februar 2010 - 12. Adar 5770

Nachrichten

Neue Synagoge für Ulm

In Ulm entsteht eine neue, in ein Gemeindezentrum integrierte Synagoge. Nachdem sich ein aus Stadtplanern, Gemeinderäten, externen Fachleuten, Landesrabbiner Netanel Wurmser und dem Ulmer Rabbiner Shneur Zalman Trebnik bestehendes Fachgremium für den Entwurf der Kölner Architektin Susanne Gross ausgesprochen hat, kann das Bauprojekt nunmehr vorangebracht werden. Das neue Gotteshaus entsteht unweit der Stelle, an der die im 19. Jahrhundert gebaute Ulmer Synagoge während der „Reichskristallnacht“ im November 1938 beschädigt und anschließend abgerissen wurde. Der würfelförmige Neubau soll eine Höhe von 17 Metern aufweisen und neben dem Gotteshaus weitere Einrichtungen wie einen Kindergarten und eine Mikwe beherbergen. Die Gesamtnutzfläche des Gebäudes wird mehr als 1.000 Quadratmeter betragen. Die Einweihung ist für das Jahr 2013 geplant. In Ulm leben rund 400 Juden. Die Gemeinde ist Teil der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs.
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Holocaust-Mahnmal in Herne eingeweiht

In der nordrheinwestfälischen Stadt Herne wurde ein Mahnmal für die 410 Opfer der Shoa aus Herne und Wanne-Eickel eingeweiht. Das Mahnmal besteht aus einer dunklen Steinplatte in Form einer Rampe und einer hellen Gedenktafel. An der Einweihung nahm unter anderem die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, teil. In ihrer Ansprache erklärte sie: „Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wir können die Zukunft gemeinsam gestalten.“ Hernes Oberbürgermeister Horst Schiereck hob hervor, durch das Denkmal würden Passanten aufgefordert, sich ihm zu nähern und sich mit der Shoa zu beschäftigen. Zur Einweihung des Mahnmals kamen auch ehemalige jüdische Stadtbewohner aus Israel, den USA und Großbritannien nach Herne.
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